14.07.2009, 09:23 Uhr | Sascha Plischke
Böses Office-Leck bedroht Windows. (Grafik: t-online.de)Zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit warnt vor einer kritischen Lücke in einem seiner Produkte. Erneut ist es ein Bestandteil in der Windows-Komponente ActiveX, der Kriminellen Tür und Tor öffnet. Diesmal läuft der Angriff über manipulierte Office-Dokumente, die über den heimlich eingeschleust werden. Einen Patch für die neue Lücke wird es auf absehbare Zeit nicht geben – wir verraten Ihnen, wie Sie sich trotzdem schützen können.
Über die Lücke können Kriminelle alle Sicherheitsschranken umgehen und auf den Rechnern ihrer Opfer installieren. Schon der Besuch einer entsprechend manipulierten Internetseite reicht aus, um sich zu infizieren – heimlich und ohne dass der Nutzer es bemerkt. Von der Lücke betroffen sind Nutzer von Office XP, Office 2003, Internet Security and Acceleration Server 2004 und 2006 sowie Office Small Business Accounting 2006. Auch diesmal sollen wieder zahlreiche Internetseiten bereits entsprechen präpariert worden sein. Darunter befinden sich nicht nur Seiten aus den dunklen Ecken des Web, sondern auch respektable Internetseiten.
Microsoft wird auf absehbare Zeit keinen Patch für die Lücke anbieten. Der nächste Patch Day kommt zu bald für eine Lösung, und ein außerplanmäßiges Update gilt als äußerst unwahrscheinlich. Microsoft empfiehlt deshalb eine erste Sofortmaßnahme: In einem eigenen Hilfeartikel bietet der Konzern eine Datei zum Download an. Führt der Nutzer diese aus, wird die betroffene Windows-Komponente abgeschaltet. Mit einer zweiten Datei kann die Komponente beim Auftauchen von Problemen wieder aktiviert werden. Dazu klicken Sie einfach auf den entsprechenden Button auf dieser Internetseite.
Eine ähnliche Schwachstelle war bereits im Mai dieses Jahres aufgetaucht, eine zweite dann Anfang Juli. Auch diese Sicherheitslücken steckten in Teilen von ActiveX, die für die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten verantwortlich ist. Betroffen waren alle Nutzer von Windows XP oder einem älteren Microsoft Betriebssystem. Auch bei diesen beiden Lücken konnte Microsoft nur mit einer Abschaltung der betroffenen Komponenten helfen. Für diese Lücken sind jedoch Updates am Patch Day im Juli zu erwarten. Betroffene Nutzer sollten deshalb die aktuellen Updates so bald wie möglich installieren.
Microsoft Soforthilfe
Hier die betroffene Windows-Komponente abschalten
Computer schützen Die besten Programme bei Softwareload
PC absichernIn sieben Schritten zur Windows-Festung
Sascha Plischke
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