15.06.2010, 17:12 Uhr | IQIQIQ (tb)/t-online.de
(Quelle: t-online.de)
Neben dem Akku ist die Festplatte ein weiterer kritischer Punkt bei gebrauchten Notebooks. Unerkannte Defekte verursachen häufig Ärger. Vor einem Verkauf gilt es, alle Daten zu sichern. Ist der Festplatteninhalt beim Verkauf nicht vollständig gelöscht, erhält der Käufer eventuell Einsicht in vertrauliche Daten.
Die Diagnose von Festplatten ist mit Hilfe ganz unterschiedlicher Programme möglich. Bereits das Betriebssystem bringt Möglichkeiten dafür mit, diese sind jedoch wenig komfortabel und geben nur grundlegende Informationen aus. Umfangreicher sind die Analysetools, die viele Festplattenhersteller, etwa Hitachi, kostenlos anbieten.
Wer lieber vielfältiger einsetzbare Tools benutzt, ist mit der Freeware HDD Health gut bedient. Auch UltimateBootCD, eine umfangreiche Sammlung empfehlenswerter Freeware- und Sharewaretools rund um die Diagnose und Problemlösung, enthält mit dem Drive Fitness Test ein sicheres Programm zur Festplattendiagnose.
Defekte an Festplatten lassen sich in zwei grundsätzliche Kategorien unterteilen: logische und physikalische Defekte.
Logische Fehler entstehen beispielsweise durch einen beschädigten Bootsektor oder ein beschädigtes Dateisystem, Fehler des Betriebssystems, versehentliche Formatierung oder Dateilöschung. Einzelne oder alle Dateien einer Festplatte können dann nicht mehr gelesen werden, obwohl kein Defekt an der Hardware vorliegt. Das kommerzielle Programm GetDataBack von Data Recovery oder die für den privaten Gebrauch kostenlose Software Paragon Backup & Recovery zählen zu den empfehlenswerten Programmen zur Wiederherstellung dieser Daten.
Physikalische Defekte sind dagegen ein Fall für Experten. Sie machen sich durch laute Geräusche bei jedem Festplattenzugriff bemerkbar, die anzeigen, dass der Lese- und Schreibkopf direkten Kontakt mit der Festplatte hat. Jeder Versuch, Daten eigenhändig zu rekonstruieren, führt dann zu weiterem Datenverlust. Spezialisierte Dienstleister bieten die Datenrettung jedoch auch für solche Defekte an.
Wer sicher gehen möchte, dass sensible Daten auf gebrauchten Notebooks nicht in falsche Hände fallen, sollte sich nicht auf das einfache Löschen von Daten oder das Formatieren der Festplatte verlassen, denn mit Hilfe von Datenrettungsprogrammen können trotzdem noch Daten rekonstruiert werden. Zuverlässiger ist die Verwendung eines Datenshredders, etwa des ausgezeichneten Open-Source-Programms Eraser.
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