
19.08.2011, 11:22 Uhr | Carolin Neumann / Spiegel online
Forscher kratzen am Superschlüssel AES (Symbolbild: imago) (Quelle: imago)
Forschern ist es gelungen, das weltweit anerkannte Krypto-Verfahren AES anzugreifen. Sie haben einen Weg gefunden, die Schlüssellänge um zwei Bit zu verkürzen. Damit verringert sich die Zeit, die zum Knacken des Codes benötigt wird, um einige Millionen Jahre.
Jeder Verschlüsselungsalgorithmus ist nur solange sicher, bis er das erste Mal geknackt wurde. Seit Jahren wird der bislang als praktisch unknackbar geltende, unter anderem von der US-Regierung genutzte Algorithmus Advanced Encryption Standard (AES) durchleuchtet - jetzt wurde eine Schwachstelle gefunden, welche den Schlüssel verkürzt.
Wie "Heise" berichtet, haben Sicherheitsforscher den Fehler in dieser Woche auf der internationalen Konferenz Crypto im kalifornischen Santa Barbara vorgestellt. Die Lücke sei von zwei AES-Entwicklern bestätigt worden, so Heise. Das Forscherteam aus Andrey Bogdanov von der Katholieke Universiteit Leuven, Christian Rechberger von der École normale supérieure Paris und Dmitry Khovratovich von Microsoft Research hat einen Weg gefunden, die Schlüssellänge um zwei Bit zu kürzen.
Dadurch lässt sich AES schneller entschlüsseln. Laut Heise macht das den Sicherheitsstandard aber noch lange nicht knackbar, denn es geht hier um den Unterschied zwischen zehn Millionen und knapp drei Millionen Jahren, die es dauern würde, den Algorithmus zurückzurechnen - zehn Millionen Jahre für einen 128 Bit langen AES-Schlüssel werden durch die Schwachstelle zu knapp drei Millionen Jahren für den verkürzten 126-Bit-Schlüssel. Und auch das nur, wenn gleichzeitig eine Billion Rechner sich dem Problem widmen und jeweils eine Milliarde Schlüssel in der Sekunde testen.
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Kein Wunder, dass etwa das Onlinemagazin Tecchannel die Entdeckung einen "Achtungserfolg" nennt und darin keine wirkliche Gefährdung des Verschlüsselungsstandards AES erkennen will. Auch die Forscher um Bogdanov selbst sehen keine realen praktischen Auswirkungen, wie sie in der Zusammenfassung ihres Papers auf den Seiten von Microsoft Research schreiben.
Der Kryptostandard AES wurde im Jahr 2000 eingeführt und ist inzwischen weltweit verbreitet. Eingesetzt wird AES etwa zur Verschlüsselung von Wireless-Netzwerken oder für Banktransaktionen.
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Quelle: Spiegel Online
Globetrotter schrieb:
am 21. August 2011 um 11:01:04
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(1)
Computer Michel
Lass es. Du hast es eh nicht begriffen. Lies erst mal den Artikel ganz genau durch.
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Seltsam schrieb:
am 20. August 2011 um 01:00:33
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(6)
10 Millionen Jahre
Es wird sich doch kaum einer die Arbeit antun ewig lang die Schlüssel "durchprobieren" zu wollen. Doch wenn es
der gewünschte Adressat einer Info (z.B. Bankcomputer) entschlüsseln kann, dann kann es auch ein Hacker, wenn er es richtig anpackt. Von wegen x-Millionen Jahre! Dass ich nicht lache...
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mansch schrieb:
am 19. August 2011 um 18:07:08
(3)
(0)
Alles sicher
Ein Schlüssel ist solange als sicher zu etrachten, wie die verschlüsselte Information sensibel ist. Selbst bei
Staatsgeheimnissen liegt diese Schwelle bei max. 50 Jahren. Jeder Online-Banker kann deshalb beruhigt schlafen, denn seine Transaktionen werden frühesten dann dekodiert, wenn ihm längst kein Zahn mehr schmerzt. Das entbindet ihn aber nicht davon, alle Sicherheitsregeln einzuhalten. Nicht der Schlüssel, der Mensch ist das größte Risiko.
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