24.02.2011, 10:10 Uhr | dpa
34 Hollywood-Studios scheiterten mit einer Filesharing-Klage bereits zum zweiten Mal. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Erneuter Rückschlag für die großen Studios aus Hollywood: Internetanbieter müssen ihre Kunden nicht von illegalem Filesharing abhalten, urteilte ein Gericht in Australien. 34 US-Filmriesen um Universal Pictures und Warner Bros und Co. scheiterten bereits zum zweiten Mal mit ihrer Klage.
Internetanbieter sind in Australien nicht verpflichtet, das Herunterladen oder den Austausch von Raubkopien zu unterbinden. Das hat ein Berufungsgericht in Sydney am Donnerstag bestätigt. Der Richter hielt die Entscheidung der niedrigeren Instanz aufrecht. Danach können Internetprovider nicht gezwungen werden, ihre Kunden vom Austausch illegaler Raubkopien abzuhalten. "Allein die Bereitstellung eines Zugangs zum Internet kann nicht als Mittel zu Verstößen gelten", hielt der Richter im ursprünglichen Urteil fest. Er sehe keine Anzeichen, dass das beklagte Unternehmen iiNET Verstöße billige.
34 Filmstudios hatten die Klage gegen iiNET eingereicht, darunter Universal Pictures, Warner Bros, Sony und Disney. Die Firma iiNET mit Sitz in Perth an der Westküste ist der zweitgrößte australische Internetprovider. Die Studios, zusammengeschlossen im Australischen Verband gegen Copyright-Diebstahl (AFACT), hatten Ermittler engagiert, die über iiNET Raubkopien herunterluden. AFACT forderte den Provider daraufhin auf, diesen vermeintlichen"Kunden" den Zugang zu sperren. Darauf hatte iiNET nie reagiert. Deshalb klagte AFACT.
"Wir haben immer gesagt, dass wir nichts erlaubt oder getan haben, das unsere Kunden dazu einlädt, das Urheberrecht zu verletzen", sagte iiNET-Chef Michael Malone am Donnerstag vor dem Gericht in Sydney. iiNET-Kunden müssen Benutzer-Richtlinien anerkennen, die illegales Herunterladen verbieten. AFACT hatte argumentiert, das Unternehmen müsse auch überwachen, ob das wirklich passiere und gegebenenfalls einschreiten.
Rund 5,2 Millionen illegale Kopien von Büchern, Filmen und Computer-Software wurden als Teil einer Kampagne zerstört. zum Video
Quelle: dpa
WMS schrieb:
am 24. März 2011 um 10:23:17
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soweit kommts noch
Na klar, und demnächst werde ich verklagt, weil ich als Autohänder Fahrzeuge verkaufen, mit denen Potentielle
Verkehrssünder die Geschwindigkeit überschreiten oder sonstige Verkehrsdelikte ausüben KÖNNTEN-können-tun. Klasse!!! Was ein Schrott. Was glauben diese Film-Giganten eigentlich was sie sind?! Goliaths des Rechtswesens? Quark: gaaaanz kleine, zu Hause von den Ehepartner geschlagene und verhauene Personen sind die Leute, die so eine Aktion anleiern. Pfui... Lassen Frust woanders ab...
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Filmstar schrieb:
am 2. März 2011 um 15:13:26
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Filesharing
jetzt müsste man nur noch in Australien leben und Hollywood-Schnulzen (mit immer gleich-beleibendem Ende) mögen - dann wäre
das mal perfekt würde ich sagen. Ansonsten: Leute macht Euch nichts vor - von diesem Urteil haben wir hier in DE sowieso nichts. LG
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Zauberkiste schrieb:
am 1. März 2011 um 20:56:53
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Australien sollte ÜBerall sein...
Recht so. Endlich ein Land, dessen Gerichte Eier haben und die Weltumspannende Abzocke der Film- und
Rechtemafia beenden. Wenn alles auf die Provider abgewälzt wird, steigen für den Nutzer die Kosten ins unermessliche. Das wäre so, als würden die Ampelhersteller verpflichtet, dafür zu sorgen, das keiner mehr über Rot fährt....
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