20.01.2011, 12:03 Uhr | Andreas Lerg
Online-Kriminelle stehlen mit neuer Masche Lohngelder. (Symbolfoto: imago)
Der neueste Trick von Online-Kriminellen: Sie tarnen verseuchte E-Mails als Bewerbung um eine ausgeschriebene Arbeitsstelle. Im Anhang steckt statt der Bewerbungsunterlagen eine Variante des gefährlichen Bredolab-Trojaners. Der soll nach Zugängen zu Finanzsystemen fahnden. Unbekannte Kriminelle haben vor allem kleine und mittelständische Firmen im Visier. Einer einzigen Firma in den USA haben die Gangster so bereits 150.000 US-Dollar gestohlen.
Schreibt eine Firma Stellen aus, dann hofft sie auf Bewerbungen qualifizierter, neuer Mitarbeiter. Kommt eine Bewerbung per E-Mail, rechnet kaum jemand mit einem Angriff von Online-Kriminellen. Genau davor hat jedoch das FBI gewarnt und eine neue Trojaner-Attacke aufgedeckt, wie die US-Fachzeitschrift Computerworld am Donnerstag berichtete. So antworteten in zumindest einem aktuellen Fall Kriminelle mit einer E-Mail auf eine Stellenanzeige und versteckten darin einen Trojaner. Dabei handelte es sich um eine Variante des Bredolab-Trojaners, der die Zugangsdaten für Online-Banking und Zahlungssysteme des Unternehmens ausspionierte.
Mit diesen Daten überwiesen die Angreifer dann Geld von den Konten der betroffenen Firma. Im konkreten Fall legten die Täter in der Lohnbuchhaltung fiktive Mitarbeiter an und überwiesen Gehälter unter anderem auf Konten von Strohmännern in der Ukraine. Dem betroffenen Unternehmen stahlen die Täter so 150.000 US-Dollar, umgerechnet knapp 112.000 Euro. Der Fall zeigt, wie methodisch Online-Kriminelle immer wieder vorgehen. Für einen Angriff wie im aktuellen Fall müssen die Hintermänner nach passenden Job-Angeboten gesucht und diese gezielt beantwortet haben.
Menschen, die regelmäßig E-Mails von ihnen unbekannten Personen öffnen, müssen auf einen besonderen Schutz ihres Computers achten. So ist es wichtig, aktuelle Antiviren-Software auf dem Computer einzusetzen. Sie wehrt effektiv Viren, Trojaner und die meisten anderen Bedrohungen ab. Zudem sollte der Benutzer des Computers nur über eingeschränkte Rechte verfügen, damit ein Trojaner sich nicht sofort ungehindert verbreiten kann. Sensible Tätigkeiten wie etwa das Abwickeln von Finanzgeschäften sollten nicht auf demselben Computer ausgeführt werden.
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Andreas Lerg
CT schrieb:
am 21. Januar 2011 um 12:23:18
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Trojaner
Na bravo, dann ist jeder Bewerber, der seine Unterlagen per E-Mail verschickt, ein potenzieller Krimineller, der versucht, Firmen zu
bestehlen! Natürlich kann man die Unterlagen per Post verschicken, aber man ärgert sich schwarz, wenn man weder eine Antwort wert ist noch die Unterlagen zurückbekommt.
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Curt schrieb:
am 21. Januar 2011 um 11:17:44
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Trojaner
Also zwei Computer, einen ganz einfachen, über den ich nur sende, z. B. meine Bankgeschäfte und sonstige Zahlungen abwickle. Der
Empfang findet grundsätzlich auf einem anderen PC statt. Bisher ist es noch nicht möglich Viren von Mensch zu PC zu übertragen. Ma kann es auch übertreiben und den E-mail Verkehr grundsätzlich über einen getrennten PC stattfinden lassen Angesichts der Preise für Mini-Pc, eine Möglichkeit. Ist allerdings aufwendig, aber sehr sicher.
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Jürgen schrieb:
am 20. Januar 2011 um 21:28:58
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Falsche Bewerbungs E-mail
was ist so falsch an der traditionellen Bewerbungsmethode per Post???
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