12.11.2009, 17:13 Uhr | Andreas Lerg
Besserer Datenschutz bei Facebook und Co. (Quelle: dpa)Die Nutzer von Internet-Kontaktnetzwerken wie Facebook, MySpace oder StudiVZ sind künftig besser vor der Verwendung ihrer privaten Daten durch die Anbieter geschützt. Facebook, MySpace, StudiVZ, Xing, lokalisten.de und wer-kennt-wen.de verpflichteten sich, Ihre Datenschutzbestimmungen nachzubessern. Wegen zahlreicher unhaltbarer Klauseln hatten zuvor Verbraucherschützer mehrere Soziale Netzwerke abgemahnt.
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Die sechs führenden Portale hätten sich in gerichtlichen Unterlassungserklärungen dazu verpflichtet, bestimmte Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen künftig nicht mehr zu verwenden, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag mit. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen der Netzwerke hätten die Nutzer häufig benachteiligt und den Betreibern weitgehende Rechte eingeräumt, erklärte der vzbv. In dem Verfahren sei es vor allem um die umfassende Nutzung und Verarbeitung der Daten gegangen. Diese seien häufig ohne Zustimmung der Nutzer und "weit über den eigentlichen Zweck hinaus erfolgt", erklärte der vzbv. Die Netzwerke hätten nun zugesagt, dies zu ändern und die Änderungen bis Januar 2010 umzusetzen.
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Der vzbv kritisierte die Unternehmen jedoch trotz der erwirkten Erklärung für ihre abwartende Haltung beim Schutz der Daten ihrer Nutzer. "Man muss nicht immer auf Gesetze warten", erklärte vzbv-Vorstand Gerd Billen. So sollten die Netzwerke künftig etwa auch ohne gesetzliche Vorgaben dafür sorgen, dass neue Nutzer besser geschützt sind. "Wer sich auf den Plattformen noch nicht auskennt, überblickt häufig nicht, wer welche Informationen einsehen kann", erklärte der vzbv. Die Anbieter sollten deswegen die Voreinstellung der Nutzerprofile für neue Nutzer in Zukunft restriktiver einstellen, damit die Nutzer nicht Information von sich preisgeben, ohne es zu wollen.
Bei sozialen Netzwerken können Nutzer ein eigenes Profil anlegen und sich mit Freunden und Bekannten vernetzen. Auch können sie auf den Internetportalen etwa Fotos und Videos einstellen. Die Klage des vzbv richtete sich neben Facebook, MySpace und Xing auch gegen die Netzwerke lokalisten.de sowie wer-kennt-wen.de. Der Weltmarktführer Facebook hat weltweit nach eigenen Angaben mehr als 200 Millionen Nutzer, in Deutschland sind es mehr als drei Millionen. wer-kennt-wen.de hat nach Unternehmensangaben 6,5 Millionen Mitglieder, lokalisten.de über drei Millionen. Damit Sie nicht zu den Menschen gehören, deren Daten im Netz missbraucht werden, haben wir Ihnen im Computer Insider das Ratgeberpaket "Datenschutz und Sicherheit" zusammengestellt. Auf 35 Seiten erfahren Sie, wo die Gefahren lauern und wie Sie sich vor Schaden schützen können.
Andreas Lerg
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