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Facebook-Spam-Versender zu Millionenstrafe verurteilt

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Kanadischer Spammer zu Millionenstrafe verurteilt

06.10.2010, 08:56 Uhr | t-online.de

Der 873-Millionen-Dollar-Mann Adam Guerbuez (Foto: adamguerbuez.com).

Der 873-Millionen-Dollar-Mann Adam Guerbuez (Foto: adamguerbuez.com).

Ein kanadischer Mann ist von einem Gericht in seinem Heimatland endgültig zur Zahlung von umgerechnet 629 Millionen Euro verurteilt worden, weil er auf Facebook Millionen von Spam-Nachrichten verschickt hatte. Das Gericht in Quebec bestätigte damit ein ursprüngliches Urteil, das ein US-Gericht im November 2008 verhängt hatte. Adam Guerbuez soll sich über Phishing-Mails Zugang zu einer Vielzahl von Facebook-Konten verschafft und diese als Verteiler für Werbenachrichten benutzt haben. Der Fall gilt als größter Spam-Fall in der Geschichte des sozialen Netzwerks.

873 Millionen Dollar soll Adam Guerbuez an Facebook zahlen – Schadenersatz für Millionen von Spam-Nachrichten, veröffentlicht auf den Pinnwänden unzähliger Facebook-Nutzer. 4,36 Millionen Nachrichten sollen es gewesen sein, sagt das Gericht. Wahrscheinlich waren es mehr. In kanadischen Dollar knackt die Schadenersatzzahlung sogar die Milliardengrenze. Gewaltige Zahlen, von denen sich der Spammer jedoch nicht beeindrucken lässt. Auf seiner Internetseite spricht Guerbuez gerne von sich selbst als 873-Millionen-Dollar-Mann und prahlt damit, dass Facebook lange auf das Geld warten könne. Er habe gerade Privatinsolvenz angemeldet.

Unangefochtener Spam-König auf Facebook

Ob Guerbuez Profit gemacht hat mit seinen Spam-Nachrichten, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass er 2008 innerhalb kürzester Zeit zum unangefochtenen Spam-König von Facebook aufgestiegen war, indem er sich über Phishing-Nachrichten die Zugänge zu unzähligen Nutzerkonten verschaffte. Weil jeder Facebook-Nutzer auf den Pinnwänden seiner Freunde beliebige Nachrichten hinterlassen darf, konnte Guerbuez diese Konten dazu nutzen, als vermeintlicher Freund Werbe-Nachrichten für Penisvergrößerungsmittel, Porno-Seiten und Marihuana-Produkte zu verbreiten. Deshalb könnte sich auch noch der Staatsanwalt für Guerbuez interessieren: Die nun verhängte Millionenstrafe deckt nur die zivilrechtlichen Forderungen von Facebook ab. Der Einbruch in Facebook-Konten ist jedoch strafbar, im schlimmsten Fall könnte Guerbuez deshalb auch noch eine Gefängnisstrafe drohen.

Doch auch das sieht der Spammer gelassen. Er habe nie öffentlich zugegeben, die Spam-Nachrichten versandt zu haben. Dennoch sei die ganze Erfahrung eher positiv gewesen für ihn. Man habe ihm Jobs angeboten, auch ein Buch über ihn solle bald erscheinen, verriet er der kanadischen Zeitung The Star. Auch ein Filmprojekt würde Guerbeuez begrüßen – auf seiner Internetseite lädt er jeden Interessenten zu Gesprächen über die Verfilmung seines Lebens ein. Er hofft so, seine Seite der Geschichte zu erzählen – und natürlich auch auf die möglichen Einnahmen.


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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Facebook-Spam-Versender zu Millionenstrafe verurteilt"

siggi schrieb: am 8. Oktober 2010 um 06:38:43
(0) (0) Er wird nicht zahlen
Hat er was verdient,ist es Schwarzgeld keiner weiss wo es sich befindet. 10 Jahre Straflager,da muss er für sein Geld
hart arbeiten,und ein Lebenlang PC Verbot,sollten solche Verbrecher dieses Verbot nicht einhalten,wieder 10 Jahre.
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terminator schrieb: am 7. Oktober 2010 um 15:27:01
(0) (0) Spam
mails die von solchen Typen ausgenutzt werden, von denen man sowieso kein Geld Entschädigung erhält, denen gehört einfach eine Hand
abgehackt, ....dann können sie nicht mehr soviel,soschnell solchen Scheiss machen, alles andere hat keinen Sinn und ist völlig zwecklos, einen Insolventen, versuchen Geld abzunehmen......hahaha
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henry schrieb: am 7. Oktober 2010 um 01:23:20
(0) (0) Millionenstrafe
Selbst schuld, wer Facebook etc. nutz braucht sich nicht wundern. Das ist wie im wirklichen Leben, jeder will nur dein
Bestes. Und die Strolche lauern an jeder Ecke. Wieso soll das virtuell anders sein. Man hört es doch oft genug, das Unfug getrieben wird. Die Welt will es anscheinend nicht wirklich verstehen. Aber jeder ist schließlich selbst verantwortlich, nur meckern braucht keiner, wenn was schief geht. Legt eure sozialen Netzwerke an die frische Luft, da weiß man wenigstes was man hat.
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