18.03.2010, 12:10 Uhr | t-online.de
Massiver Viren-Angriff auf 400 Millionen Facebook-Nutzer. (Bild: dpa) (Quelle: dpa)
Online-Kriminelle haben einen massiven Spam-Angriff auf alle Facebook-Nutzer gestartet. Das berichtet das Sicherheitsunternehmen McAfee. Dabei versenden die Kriminellen E-Mails, in denen sie den Nutzer dazu auffordern, sein Passwort aus Sicherheitsgründen neu einzugeben. Dazu müsse der Adressat nur den Anhang der Nachricht öffnen. Wer der Anweisung in der E-Mail folgt, lädt sich jedoch verschiedene Schadprogramme und einen Passwortspion auf seinen Computer.
Der Angriff richtet sich gegen die 400 Millionen Facebook-Mitglieder weltweit, darunter auch 7,6 Millionen deutsche Nutzer. Die E-Mails mit dem Betreff "Facebook password reset confirmation customer support" werden jedoch nicht gezielt verschickt, sondern massenweise verteilt. Die Online-Kriminellen hoffen dabei auf die Arglosigkeit der Nutzer. Sie sollen aus Angst um ihren Zugang zu dem weltweit beliebtesten Sozialen Netzwerks möglichst ohne Nachdenken auf den Anhang klicken.
Die Attacke unterscheidet sich von bisherigen Angriffen auf Facebook-Nutzer. Diesmal nutzen die Hacker nämlich nicht die interne Nachrichtenfunktion des sozialen Netzwerks, sondern setzen auf eine normale Spam-Welle per E-Mail. Dadurch entzieht sich die gefährliche Nachricht Facebooks internen Schutzmechanismen, die solche Nachrichten normalerweise abfangen würden.
Die Experten von McAfee schätzen, dass mittlerweile mindestens zehn Millionen dieser E-Mails verschickt wurden. Ziel sind alle Länder, in denen Facebook populär ist. Neben USA und Asien auch Europa und Deutschland. Der Versand dieser gefährliche Spammails begann am Dienstag. Dave Marcus von McAfee schätzt, dass es den Cyber-Gangstern mit dieser Attacke gelingen könnte, Millionen von Computern zu infizieren: "Mit Facebook als Köder haben sie 400 Millionen potentielle Nutzer, die den Anhang an der E-Mail öffnen. Wenn sie eine Trefferquote von zehn Prozent schaffen, sind das 40 Millionen [potentielle Opfer]." Facebook wird laut dem Blog Facebookmarketing.de auch von 7,6 Millionen Deutschen benutzt.
Mit solchen E-Mails setzen die Online-Kriminellen auf ein bedenkenloses Handeln ihrer Opfer. Schützen können Sie sich also vor allem, indem Sie einen kühlen Kopf bewahren. Im aktuellen Fall etwa sollten Sie zunächst selbst facebook.com aufsuchen und dort nachsehen, ob ihr Login noch funktioniert. Anhänge dubioser E-Mails sollten Sie zudem niemals einfach so öffnen. Installieren Sie außerdem ein aktuelles Anti-Viren-Programm, um mögliche Schädlinge in den Anhängen von E-Mails zu erkennen.
t-online.de
siggi schrieb:
am 20. März 2010 um 06:55:50
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PC
Die grossen Unternehmen wie Facebook,Google,Microsoft,Firevox, und andere, sind doch jetzt gefragt, uns Kunden zu schützen. Stelle mir so
eine Internetpolizei vor, die solche Verbrecher ausfindig machen(Weltweit)und sie
Gerichtlich zu belangen. Viele Menschen fallen auf die Tricks dieser Verbrecher rein, aus Naivität und Ahnungslosigkeit.
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