10.02.2011, 08:49 Uhr | Andreas Lerg
eBay: Bis zu 20 Prozent Aufschlag verlangten Händler gegenüber ihren eigenen Online-Shops. (Foto: imago)
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen räumt mit der Mär von den Schnäppchenparadiesen eBay und Amazon auf. Preis-Recherchen haben gezeigt: Viele Händler verkaufen ihre Waren im eigenen Online-Shop deutlich billiger als über ihre eBay- oder Amazon-Konten. Die Händler reichen die Gebühren der Marktplätze durch Preisaufschläge an ihre Kunden weiter.
Die Verbraucherzentrale NRW hat 100 Händler unter die Lupe genommen, die eigene Online-Shops betreiben und ihre Waren außerdem auf eBay oder Amazon anbieten. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer einen Artikel in den Online-Shops der Anbieter kauft, kann teilweise bis weit über 40 Prozent sparen. So inserierte ein Händler einen Dampfreiniger von Kärcher bei Amazon für 108,42 Euro, während er das Gerät im eigenen Online-Shop für 89,89 Euro anbot. Die Kühl-Gefrier-Kombination eines eBay-Händlers gab es auf dessen Internet-Seite für 102 Euro weniger. (Günstiges und sicheres Online-Shopping) Die Verbraucherzentrale NRW verglich vor allem technische Geräte für Büro und Haushalt, Spielzeug und PC-Software. Im Schnitt waren Artikel bei eBay fünf Prozent teurer als in den jeweiligen Online-Shops. Bei Amazon waren es sogar neun Prozent.
Dass die Händler ihre Waren auf eBay und Amazon deutlich teurer verkaufen hat einen einfachen Grund: Sowohl eBay als auch Amazon kassieren Gebühren und Provisionen dafür, dass Verkäufer ihre Plattform nutzen. Diese Gebühren reichen die Händler über entsprechende Preisaufschläge an ihre Kunden weiter. Gegenüber der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kommentierte ein eBay-Sprecher nur lapidar: "Darüber freuen wir uns nicht!" Amazon fand dagegen deutlichere Worte: "Wir verlangen von Verkäufern, dass sie auf Amazon keinen höheren Preis verlangen als sie ihren Kunden auf anderen Verkaufsplattformen berechnen." Händler die es dennoch tun verlieren laut dem Amazon-Sprecher das Recht, auf Amazon.de zu verkaufen.
Die Preis-Recherche der Verbraucherzentrale NRW bedroht einen wichtigen Teil des Geschäftsmodells von Amazon: "Kunden verlassen sich darauf, bei Amazon.de dauerhaft niedrige Preise vorzufinden." Daher kann sich die Preispolitik der 100 getesteten Händler enorm geschäftsschädigend auswirken. Denn wird das Gebaren bekannt, dürften Kunden der beiden Internet-Marktplätze das oft blinde Vertrauen auf einen günstigen Einkauf verlieren. Und diese Praxis wird bei weit mehr Händlern als der von der Verbraucherzentrale gezogenen Stichprobe üblich sein. Selbst große, bekannte Online-Händler verkaufen auf eBay oder Amazon mit Preisaufschlägen zwischen zehn und 20 Prozent. Es gibt übrigens noch eine zweite Masche, mit der sich Händler die Verkaufsgebühren zurückholen: Sie schlagen diese nicht auf den Verkaufspreis, sondern die Versandkosten auf. Dann kostet der Paketversand beispielsweise auf eBay zehn Euro und im eigenen Online-Shop nur sechs Euro.
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Aber warum verkaufen selbst große und bekannte Online-Shops überhaupt zusätzlich auf eBay oder Amazon? Die Antwort ist einfach: Die beiden weltweit größten Online-Marktplätze bieten durch ihre Bekanntheit und Beliebtheit eine enorme Reichweite. Die Händler hoffen, neue Kunden über eBay und Amazon zu gewinnen, die dann in den eigenen Online-Shops weiter einkaufen.
Für den Kunden ergibt sich aus den Erkenntnissen der Verbraucherzentrale NRW eine simple Strategie für echte Schnäppchen. Findet er auf eBay oder Amazon ein Produkt bei einem gewerblichen Händler, sollte er recherchieren, ob der auch einen eigenen Online-Shop hat. Dort findet er das gleiche Produkt vielleicht günstiger.
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Andreas Lerg
wobre schrieb:
am 17. Mai 2011 um 17:50:29
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ebay ist abzocke
ebay hilft ja den unseriösen zur abzocke, und versucht dabei selbst azuzocken.
kunden mit problemen bekommen nur hilfe wenn
über paypal bezahlt wurde, der rest kann ruhig abgezockt werden, weil ebay da ja nur kohle vom verkäufer bekommt udn das ist das einzige was zählt de firmen können schrott liefern, können falsche artikel liefern und ebay steht dahinter. alles ganz miese methoden die von ebay untersützt werden weil nur die kohle zählt
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solo schrieb:
am 17. Mai 2011 um 13:49:23
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ebay-Amazon
wer dort ist selber selber schuld, oft ist alles sogar im Geschäft draußen noch günstiger, gibt in legären Läden draußen
immer mal Schnäppchen ,wo man sparen kann, man erhält dann auch an Kasse bezahlte Ware was beim Internetkauf immer in Frage steht, wo man immer mit größerer Überraschung rechnen muß, man weiß nie was ankommt , wer etwas für sein Geld möchte, kauft lieber besser draußen in Geschäfte, ist immer besser, wird u.es wird immer schwarze Schafe im Internet geben
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Jack schrieb:
am 11. Februar 2011 um 14:57:15
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Preisrecherche
Wer blind kauft und mehr bezahlt ist selbst schuld. Schon lange vergleiche ich die Preise in ebay, Amazon mit den jeweiligen
Shops oder suche über die Preissuchmaschine nach alternativen Händlern. Das sind höchstens 5 Minuten. Am Geschäftsmodel sind ebay und Amazon selbst schuld bei solchen hohen Gebühren.
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