23.09.2010, 12:14 Uhr | Andreas Lerg mit Material der dpa
eBay-Phisher geht der Rumänischen Polizei ins Netz. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die rumänische Polizei hat einen mutmaßlichen Phishing-Betrüger festgenommen, der eBay-Nutzer um mehr als 2,3 Millionen Euro geschädigt haben soll. Spektakulär an dem Fall ist, dass der Online-Kriminelle nicht etwa eBay-Nutzer direkt im Visier hatte, sondern bei eBay-Angestellten Zugangsdaten zu internen abgesicherten eBay-Systemen erbeutet hat, um so an die Kundenkonten heran zu kommen.
Der Mann aus dem südrumänischen Ramnicu Valcea hatte im vergangenen Jahr in drei Phishing-Angriffen gezielt eBay-Angestellte ins Visier genommen. So gelang es ihm, die Zugangsdaten für Kundentransaktionen und andere abgesicherte interne Systeme des Online-Marktplatzes zu erbeuten. Mit diesem Zugang betrog er dann 1183 eBay-Kunden um mehr als drei Millionen Dollar, umgerechnet 2,3 Millionen. Üblicherweise gelten Phishing-Angriffe direkt den eBay-Nutzern, doch in diesem Fall gelang dem Online-Kriminellen der digitale Einbruch bei eBay selbst.
Aber nicht nur auf eBay ging der Täter auf Beutezug. Mit zwei Komplizen konnte er auch Kunden mehrerer italienischer Banken bestehlen. Die Betrüger verschafften sich zunächst illegal die Identifikationsdaten von EC-Karten dieser Banken und räumten dann mit gefälschten Karten die Konten der Opfer an Geldautomaten ab. Der Schaden soll sich hier auf mehr als 300.000 Euro belaufen. Die rumänische Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und Terrorismus (DIICOT) in Bukarest konnte den Mann jetzt verhaften, nachdem die Behörde bei der Fahndung mit dem amerikanischen Secret Service und italienischen Polizeidienststellen zusammengearbeitet hatte.
Beim Phishing zielen Online-Kriminelle darauf ab, getarnt als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen durch E-Mails oder Instant Messages sensible Daten wie Benutzernamen und Passwörter zu erbeuten. Meist wird dabei behauptet, der Zugang zu einem Benutzerkonto müsse verifiziert werden. Die Nachricht enthält einen Link auf eine gefälschte Internetseite. Das Opfer wähnt sich auf der echten Seite und gibt seine Nutzerdaten ein, die dann sofort an den Online-Kriminellen weitergeleitet werden. Oft genug bauen Phisher die Login-Seiten von Banken, oder eben eBay oder PayPal nach, um die Zugangsdaten abzugreifen. Je besser diese Fälschungen sind, desto häufiger gehen Nutzer in die Phishing-Falle. Das BKA warnt, dass Phishing weiter auf dem Vormarsch ist. Im Jahr 2009 erbeuteten Phishing-Betrüger über 17 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Anstieg von fast 70 Prozent.
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Andreas Lerg mit Material der dpa
Depp schrieb:
am 23. September 2010 um 19:10:35
(1)
(0)
Rumänen ebay
Dann soll ebay mal für alle durch den Klau verursachten Kosten schön aufkommen. Übers Portemonnaie lernt es sich einfach
besser.So ist das mit den Ost-Ländern. Sie haben nichts, fahren mit Eselskarren auf schlechten Straßen (bei uns Feldwege) und klauen wie die Raben. Meine Meinung: raus aus der EU bis die mal selber was anständiges auf die Beine bringen.
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Feile schrieb:
am 23. September 2010 um 19:09:47
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(0)
2,3 Millionen?
Das sind doch Peanuts! Meist sind die Transaktionen Rück-Versichert. Internet Nutzer sollten langsam so erfahren sein das sie
nicht auf so einen Quatsch reinfallen. Das Pishingzeugs ist doch täglich im Mailfach und bringt mich nicht mal zum lachen!
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fuchs56 schrieb:
am 23. September 2010 um 19:00:00
(1)
(0)
fuchs64
genau. war früher sehr viel im Ebay, mache aber seit ca 5 jahren nichts mehr. nichts mehr interessantes, kaum private wegen der
hohen provisionen, dann kann ich auch woanders kaufen.
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