Internet-SicherheitDumme Passworte helfen Hackern: Sein Sie schlauerErschienen am 22. Oktober 2009 | Andreas Lerg
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Sträfliche Nachlässigkeiten der OpferWie unvorsichtig die Nutzer dabei wirklich waren, zeigt nun eine Auswertung des rumänischen Sicherheitsexperten Bogdan Calin. Der hat die Passwörter der gestohlenen Hotmail-Konten analysiert und ist auf eine geradezu sträfliche Nachlässigkeit der Opfer gestoßen. Das am meisten verwendete Passwort war die simple Zahlenkolonne "123456", auf dem zweiten Platz das nur minimal sichere "123456789". Solche Passwörter sind nicht einfach nur leicht zu knacken, sie lassen sich ganz einfach erraten. Sichere Passwörter sollten eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen sein – eine Variante, die nur sechs Prozent der Opfer des Passwort-Diebstahls gewählt hatten.
Regeln für sichere PasswörterEin Passwort ist nur dann sicher, wenn es gegen gängige Knackmethoden resistent ist. So ist die sogenannte Brute-Force-Methode das automatisierte Durchprobieren von Zeichenkombinationen. Je länger aber das Passwort ist, desto länger benötigt die Brute-Force-Attacke, um das Passwort zu knacken. So kann das Entschlüsseln eines acht- bis zehnstelligen Codes mit Buchstaben und Sonderzeichen bis zu eineinhalb Jahre dauern. Für das Konto eines Privatanwenders dürfte ein Hacker wohl niemals eine solche Zeitspanne in Kauf nehmen.
Satz als GedächtnishilfeEin sicheres Passwort besteht aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen. Es sollte kein lesbares Wort oder Geburtsdatum enthalten. Optimal ist auch wenn zwischen Groß- und Kleinschreibung gewechselt wird. Nur lässt dies nicht jedes Login-System zu. Weiterer Nachteil: Ein solcher Code ist sehr schwer zu merken. Experten raten daher, einen Merksatz einzusetzen. Die Anfangsbuchstaben der Wörter ergeben dann das zusammengesetzte Passwort. So wird beispielsweise aus dem Satz "Schön ist es, auf der Welt zu sein" die Kurzform SieadWzs - und als optimierte Form SieadWzs5#1!. Noch was: Benutzen Sie nie ein und das selbe Passwort für verschiedene Internetseiten und Dienste. Separate Passwörter sind besser.Die hohe Mathematik hilftWerden Passwörter auf Festplatte oder USB-Stick abgespeichert, sollten diese niemals im Klartext sondern nur im Hash-Wert abgelegt werden. Der Hash-Wert ist eine codierte Form des Passwortes, die nach einer bestimmten mathematischen Funktion errechnet wird. KeePass Password Safe speichert das wichtige Master-Passwort ebenfalls als Hash-Wert. Einziges Problem: Sicherheits-Experten wollen mit einer Methode namens Rainbow Tables auch diesen Schutz umgehen. Letztlich sollten bei Diensten mit sensiblen Daten, beispielsweise Online-Banking, die Zugangscodes in regelmäßigen Abständen geändert werden.Klick-Show Zehn goldene Regeln für ein sicheres PasswortFoto-Show Datenschnüffler loswerden - das hilft Quiz Ist Ihr PC sicher vor Eindringlingen?
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