09.12.2008, 09:55 Uhr | Gerd Peters
Der Einsatz von Fremdpatronen spart Geld, birgt aber auch Nachteile. (Quelle: t-online.de)
Glauben wir unseren Vorurteilen, sind die Druckerpatronen von Billiganbietern schlechter, unergiebiger und weniger haltbar als die von den Druckerherstellern. Sind die Original-Druckertinten wirklich besser, oder sind wir alle Opfer unserer Markenhörigkeit? Das Computermagazin Chip ist dieser Frage nachgegangen und hat an sieben Druckern 170 verschiedene Tintenpatronen getestet. Das Ergebnis: Wir alle können mit dem Einkauf von Druckerpatronen viel Geld sparen – mit der richtigen Tinte sogar ohne Qualitätsverlust. Sehen Sie die Testergebnisse in der Foto-Show.
Entgegen aller Erwartungen schnitten die Druckerpatronen von Alternativanbietern im Vergleich zu den teuren Originalen sehr gut ab. Mindestens die Hälfte der getesteten Sets lieferte eine ebenso hohe Druckqualität ab wie die Markentinten. In einigen Fällen übertrafen die Farbschnäppchen sogar die teure Konkurrenz. Dabei halten die billigen Druckerpatronen sogar länger – teilweise können Sie mit den günstigen Varianten doppelt so viele Seiten bedrucken wie mit den Originalen. Beim richtigen Kauf können Sie also doppelt sparen.
Etwas anders sieht es mit der UV-Beständigkeit der Tinte aus: Im Schnitt hielten hier die teuren Originale mehr aus. Ausreißer waren hier die Tinten von Pelikan, die in mehreren Vergleichen zeigten, dass sie mehr aushalten als die Produkte von Canon oder Brother. Wer also seine eigenen Fotos zuhause ausdruckt, sollte eher auf Markenware zurückgreifen. Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihre Tinte die UV-Bestrahlung aushält, können Sie das ganz einfach testen. Drucken Sie ein Bild zweimal aus, verstauen eines im Fotoalbum und legen das andere auf die Fensterbank. Können Sie auch nach zwei Wochen keine Farbunterschiede zwischen den beiden Ausdrucken erkennen, war Ihr Einkauf erfolgreich.
Ein Problem, das sich bei Ausdrucken wohl nie ganz abschaffen lässt, ist die Anfälligkeit für schädliche Einwirkungen beim Gebrauch der bedruckten Papiere. Von schwarzen Schlieren, die der Textmarker beim Einfärben von Texten zieht, bis hin zu Foto-Drucken, die von Fingerabdrücken fürs Leben gezeichnet werden: Überall lauern Gefahren für die Tinte. Tatsächlich sind die neuesten Tinten aber weitgehend resistent gegen diese Gefahren – zu dem Ergebnis kam zumindest das Magazin Chip in seinem Test. Sogar vereinzelte Wasserspritzer und wenigstens halbherzige Wischversuche stecken sowohl teure Markentinten als auch ihre Billig-Pendants weg.
Gerd Peters
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