29.05.2009, 08:40 Uhr | Sascha Plischke
Verseuchte Video-Dateien bedrohen Windows. (Quelle: t-online.de)Roter Alarm für alle Nutzer von : In einer Schnittstelle des Betriebssystems zur Wiedergabe von Filmdateien ist eine Lücke aufgetaucht, die freien Zugang zum Rechner ermöglicht. Nach ersten Berichten von nutzen Online-Kriminelle die Lücke bereits, um gefährliche Schadsoftware zu verbreiten. Bisher gibt es noch keinen Patch, Microsoft arbeitet mit Hochdruck an einem Sicherheitsupdate. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich jetzt schon schützen können.
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Die Lücke steckt in einer Bibliothek der Windows-Komponente DirectX, die für das Abspielen so genannter Quicktime-Filme zuständig ist. Über diese Lücke können Kriminelle alle Sicherheitsschranken umgehen und auf den Rechnern ihrer Opfer installieren. Schon der Besuch einer entsprechend manipulierten Webseite reicht aus, um sich zu infizieren – heimlich und ohne dass der Nutzer es bemerkt. Welchen Browser Sie dabei verwenden ist egal, weil es sich bei dem verwundbaren Programmteil um eine Komponente des Betriebssystems handelt. Aber auch das Abspielen von verseuchten Filmdateien kann den Einbrechern Tür und Tor öffnen.
Von der Lücke betroffen sind Windows XP und ältere Versionen, in Windows Vista und ist die betroffene Komponente nicht mehr enthalten. Microsoft arbeitet mit Hochdruck an einem Patch, der die Schwachstelle absichern soll. Diesen Patch werde der Konzern veröffentlichen, sobald er eine ausreichende Qualität erreicht habe. Ob das Update jedoch noch vor dem nächsten allgemeinen Patch-Day am 9. Juni verfügbar ist, steht noch in den Sternen. Auch die Installation des aktuellen Quicktime-Pakets von Hersteller Apple hilft nicht gegen die Schwachstelle.
Allerdings gibt es schon jetzt eine Möglichkeit, die betroffene Komponente einfach abzuschalten. Microsoft hat dazu bereits eine Anleitung veröffentlicht. Das Abspielen von Quicktime-Filmen, AVI-Dateien und WAV-Dateien ist dann zunächst zwar nicht mehr möglich, aber auch die Hacker haben keine Chance mehr. Dazu müssen Sie einen Systembefehl eingeben. Drücken Sie einfach die Windows-Taste und die R-Taste gleichzeitig. In das dann auftauchenden Eingabefeld kopieren Sie den Befehl
Regsvr32.exe /u %WINDIR%\system32\quartz.dll
Damit deaktivieren Sie die verwundbare Komponente. Rückgängig machen können Sie das Ganze mit dem Befehl:
Regsvr32.exe %WINDIR%\system32\quartz.dll
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Sascha Plischke
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