26.09.2008, 14:09 Uhr | pcwelt.de
Schnelle Subnotebooks im Test (Foto: Dell)
Subnotebooks leiden immer noch unter ihrem schlechten Image: Sie sind zwar kompakt und leicht, gelten aber als teuer, nur für Geschäftsanwender geeignet und rechenschwach, da bei ihnen vor allem das Stromsparen im Vordergrund steht. Doch das stimmt längst so nicht mehr. Es gibt viele leichte Notebooks, die es in Sachen Tempo und Ausstattung mit großen Notebooks aufnehmen können.
Das sind auch die Vorteile, die die Subnotebooks den Netbooks à la EeePC& Co. voraushaben: Sie sind um ein Vielfaches leistungsfähiger, manche Subnotebooks taugen sogar für Spiele. Außerdem bieten aktuelle Subnotebooks große Festplatten bis zu 320 GB, viele haben auch einen DVD-Brenner an Bord. Ebenso sind das Display mit 12,1 oder 13,3 Zoll Diagonale sowie die Tastatur größer und ergonomischer als bei den kleinen Netbooks.
Die schnellen Subnotebooks arbeiten meist mit einem Standard-Notebook-Prozessor, etwa einem Core 2 Duo von Intel: Sie besitzen also dieselbe CPU-Power wie ein großes Notebook. Ebenso setzen sie beispielsweise bei Festplatte und Display auf Standardkomponenten, die nicht aufs Stromsparen, sondern auf Leistung optimiert sind.
Im Leistungs-Benchmark Sysmark 2007 erreichen die schnellsten Subnotebooks daher ebenso hohe Werte wie aktuelle Notebooks mit 15,4- oder 17-Zoll-Display.
Platz 1: Samsung Q210 Aura P8400 Terence
Der Core 2 Duo P8400 aus Intels Centrino-2-Plattform sowie die Nvidia-Grafikkarte Geforce 9200M GS heben das Q210 auf Platz 1. Die 3D-Power reicht locker für ältere Spiele. Auch in punkto Ausstattung muss man mit 320-GB-Festplatte, DVD-Brenner und 11n-WLAN keine Kompromiss eingehen. Selbst die Akkulaufzeit ist mit knapp 4,5 Stunden spitze.
Platz 2: Dell XPS M1330
Das schicke Subnotebook von Dell sammelt Pluspunkte durch sein auffälliges, aber nicht aufdringliches Design, seine hohe Rechenleistung und die gute Ausstattung. Dazu kommt das hervorragende Display. Nur die Akkulaufzeit hätte etwas länger sein dürfen. Wem Stromsparen wichtiger als 3D-Leistung ist, sollte daher eine Konfiguration mit integrierter Chipsatz-Grafik wählen.
Platz 3: LG P300-U
Mit der Geforce 8600M GS ist der LG-Laptop derzeit das spielestärkste Subnotebook. auch bei der Systemleistung und der Ausstattung liegt es auf dem Niveau größerer Notebooks. Das Design ist allerdings gewöhnungsbedürftig und den DVD-Brenner gibt es nur als externe Version.
Platz 4: Fujitsu-Siemens Lifebook S6410
Die Rechenleistung des Subnotebooks von Fujitsu-Siemens ist immer noch konkurrenzfähig - obwohl er mit einem Core-2-Duo-Prozessor der vorletzten Generation arbeitet. Seine Ausstattung ist ganz auf Business-Anwender zugeschnitten. Das Display erhält gute Noten, die Akkulaufzeit enttäusch allerdings etwas.
Platz 5: Asus U3S
Das Subnotebook von Asus hat zwei Grafikchips an Bord - einer, der stromsparend im Chipsatz integriert ist und einer auf einer 3D-Karte, der für Spiele-Power sorgen soll. So richtig haut dieses Konzept nicht hin, zumal für den Wechsel zwischen den beiden Grafikchips ein Neustart erforderlich ist. Dennoch zählt das Asus U3S zu den schnelleren und besser ausgestatteten Subnotebooks.
Die schnellsten Subnotebooks wie das Samsung Q210 Aura P8400 Terance oder das Dell XPS M1330 erreichen locker die Rechenleistung aktueller Notebooks. Sie sind wie das LG P300-U mit ein paar Abstrichen sogar spieletauglich: Für ältere Spiele à la Far Cry reichen sie meist aus. Und die ganze Leistung packen sie ein kleines und leichtes Gehäuse, das um zwei Kilogramm oder sogar weniger wiegt.
Damit sind diese Notebooks vor allem für Privatanwender interessant, die sich eine zeitgemäße Rechenleistung und Ausstattung wünschen, aber kein großes und schweres Notebook als PC-Ersatz wollen.
Wer sein Subnotebook dagegen überwiegend unterwegs zum Arbeiten nutzen will, sollte einen Blick auf Business-Subnotebooks wie das Lenovo Thinkpad X300 werfen: Sie sind aufs Stromsparen optimiert und dadurch meist leichter, leiser, kleiner und flacher als die Power-Subnotebooks. Sie nutzen oft spezielle Stromspar-CPUs und langsam drehende 1,8-Zoll-Festplatten oder robuste, aber teure Solid-State-Disks: Das reduziert die Leistungsaufnahme und verlängert die Akkulaufzeit.
Suchen Sie dagegen nur ein leichtes und günstiges Gerät für unterwegs, sind die Netbooks erste Wahl: Wer keine großen Ansprüche an Rechenleistung und Ausstattung hat und mit seinem Laptop kaum mehr anstellt als Internet-Surfen oder Texte tippen, liegt mit Eee PC und Kollegen richtig.
Quelle: PC-Welt
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