27.07.2011, 12:00 Uhr | pcwelt.de
Für 3D-Spiele oder das Umwandeln von Musik- und Videodateien war ein rechenstarkes Notebook schon immer sinnvoll. Für Büro-Programme und Internet reicht dagegen auch ein Netbook, sagt man. Doch wer große Excel-Tabellen berechnen will oder mit vielen offenen Tabs surft, stößt schnell an die Leistungsgrenzen eines Mini-Notebooks. Wollen Sie auf Nummer Zukunfts-Sicher gehen, kommen Sie auch bei diesen Anwendungen nicht um ein ausgewachsenes Notebook herum.
In den meisten aktuellen Notebooks sitzt ein Doppelkern-Prozessor. Die Tempospitze bei den Dual-Core-CPUs besetzen derzeit die Modelle aus der zweiten Core-Generation von Intel mit dem Codenamen Sandy Bridge. In vielen Notebooks zwischen 500 und 800 Euro finden Sie beispielsweise den Core i5-2410M. Wie alle Core-i5-CPUs unterstützt er die Technik Hyper-Threading: Dadurch kann das Betriebssystem die Rechenaufgaben auf vier logische Kerne verteilen. Außerdem hat er Turbo Boost an Bord: Er kann je nach Auslastung dann einen oder beide Kerne über seiner Taktfrequenz von 2,3 GHz betreiben.
Der Trend geht aber zur Vierkern-CPU: Das belegen nicht nur hochgerüstete Tempo-Notebooks wie das Acer Aspire 7750G, sondern auch das aktuelle Aldi-Notebook Medion Erazor X6816, in denen sich der Intel Core i7-2630QM findet, der mit Hyper-Threading sogar acht Kerne anbieten kann.
Ein deutliches Tempoplus dürfen Sie von einem Vierkern-Prozessor nur erwarten, wenn Sie Programme einsetzen, die alle Kerne ausreizen – beim Bearbeiten von HD-Videos können sich Mehrkerner zum Beispiel richtig austoben.
Auf fast allen aktuellen Notebooks ist die 64-Bit-Version von Windows 7 installiert: Nur damit ist es auch sinnvoll, mehr als 4 GB Arbeitsspeicher einzubauen. Ebenso wie bei einem Vierkern-Prozessor gilt aber hier: Wie viel Tempo zusätzlicher Arbeitsspeicher bringt, hängt von den Programmen ab, die Sie einsetzen. Im Allgemeinen profitieren Sie bei Bild- und Videobearbeitung vom größeren Arbeitsspeicher sowie bei anderen Anwendungen, die große Datenmengen bewegen müssen.
Nur ein Geheimrezept bringt einem Notebook tatsächlich spür- und messbar mehr Tempo – und zwar in fast allen Lebenslagen: Eine aktuelle SSD beschleunigt den Start von Windows und von Programmen – und macht allen Anwendungen Beine, die häufig auf die Festplatte zugreifen: Das trifft beispielsweise auf Videobearbeitung und Büro-Software zu.
Das Problem: SSDs sind teuer und bieten verhältnismäßig wenig Speicherplatz. Daher können vor allem sehr teure Notebooks damit aufwarten, zum Beispiel das Samsung NP900X3A für 1600 Euro. Große Notebooks wie das Acer Aspire 7750G haben Platz für zwei Festplatten: Sie nutzen eine kleine SSD fürs Betriebssystem und Programme und eine zweite, große Festplatte in Standard-Ausführung als Datenspeicher.
Quelle: PC-Welt
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