17.06.2011, 13:00 Uhr | Andreas Lerg
Das ist die täuschend echt nachgebaute Phishing-Seite. (Screenshot: t-online.de)Nutzer der DHL-Packstationen stehen derzeit verstärkt im Visier von Online-Kriminellen. Aktuell tauchen raffiniert gemachte betrügerische Mails auf, die angeblich vom Kundenservice des Paketdienstes stammen. Darin werden die Empfänger aufgefordert, ihr Packstation-Konto zu verifizieren. Die Hintermänner versuchen auf diese Weise, die Zugangsdaten abzugreifen.
Die betrügerischen Mails stammen angeblich vom "DHL Kundendienst", die Betreffzeilen variieren. Sie lauten unter anderem "Validierung Ihrer Packstation" oder "Ihre Packstation". Auch der vermeintliche Anlass für die Aufforderung variiert. Mal sei es zu mehrfachem unberechtigtem Zugriff auf das DHL-Packstation-Konto gekommen, mal habe der Kunde das Konto zu selten genutzt. Den Mails gemeinsam ist die Aufforderung, sich über eine verlinkte Internetseite als Nutzer zu verifizieren. Die verlinkte Seite sieht den DHL-Seiten zum Verwechseln ähnlich. Die Angreifer täuschen mit einer Captcha-Abfrage sogar eine Sicherheitsfunktion vor, um die Abfrage seriös wirken zu lassen. Auf der Seite erscheint eine Abfrage, die vom Kunden alle wichtigen Zugangsdaten verlangt. Das sind Kundennummer, PIN und Internet-Passwort.
Offenbar hoffen die Hintermänner darauf, dass ein Nutzer die gleichen Zugangsdaten für mehrere Dienste verwendet. (So schützen Sie Ihren E-Mail-Account) So können Kunden bei DHL auch eine Online-Frankierung nutzen und über die Internetseite digitale Brief- und Paketmarken erstellen und für Briefe oder Pakete verwenden. Dazu muss der Kunde seine Bank- oder Kreditkartendaten hinterlegen, damit das Porto von DHL eingezogen werden kann. Verwendet der Kunde für diesen DHL-Dienst die gleichen Zugangsdaten wie für den Login für die Internetseite der Packstationen, können die Täter diese Bank- oder Kreditkartendaten stehlen. Zudem eigenen sich die Packstationen von DHL auch für weiteren Missbrauch durch Kriminelle. Denkbar ist, dass sich die Täter an die anonymen Automaten teure Waren schicken lassen, die sie mit geklauten Kontodaten bezahlen. Ohnehin ließe sich ein gestohlener Packstation-Zugang für allerlei Sendungen illegaler Art missbrauchen.
DHL hat mehrfach betont, dass Nutzer der Packstationen weder per E-Mail noch auf einer Internetseite zur Eingabe ihrer PIN aufgefordert werden. Der Absender der Phishing-Mails ist gefälscht. Deshalb sollten Empfänger von solch zwielichtiger Post nicht verunsichern lassen und sie einfach löschen. Auf keinen Falls sollten die Links in den E-Mail angeklickt werden. Mitunter kann eine Phishing-Mail auch auf mit Viren verseuchte Internetseiten verlinken.
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Andreas Lerg
nemo schrieb:
am 10. November 2011 um 00:06:04
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anders machen
Ich teile die Empfehlung nicht, dass man auf keinen Fall dorthin gehen soll. Ich sage: Alle dahingehen und irgendwelche
8stellige Postnummern, irgendwelche Passwörter und irgendwelche Pins eingeben! Sollen die doch ordentlich arbeiten für ihr geklautes Geld. Von mir kriegen sie, soviel ich zu tippen Lust habe.
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Wahrsager schrieb:
am 20. April 2011 um 17:07:11
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@Siggi
Nein, es ist ausgesprochen naiv und dumm. Es wird fast täglich vor dieser extrem plumpen Masche gewarnt. Genauso penetrant wird
darauf hingewiesen, dass weder Bank, Post, Ämter oder sonst irgendwer (außer eben Gauner) per Mail nach den Zugangs- oder Kontodaten fragen, sei es nun zu Prüfungszwecken, Auszahlung von Guthaben oder sonst irgendwas. Mittlerweile sollte es doch nun wirklich jeder kapiert haben, auch der auf der letzten Bank.
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Halihalo schrieb:
am 19. April 2011 um 13:06:32
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Packstation
Erst Mitarbeiter entlassen, Packstationen einrichten um Personal zu sparen und hinterher haben alle den Ärger-die ehemalige BP,
der Kunde und die Polizei, die für solche Anzeigen eigentlich keine Zeit und Personal hat.
Alles so gewollt-daher kein Mitleid!
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