22.10.2007, 15:04 Uhr | Sascha Plischke
Auch schon mal Dateianhänge in Word-Dokumenten versteckt? Oder riesengroße PDF-Dateien an die ganze Abteilung verschickt? Dann wissen Sie bestimmt, wie genervt Kollegen bei Patzern am Bürocomputer reagieren können. Wir zeigen Ihnen in unserem nicht ganz ernst gemeinten Ratgeber, wie sich die schlimmsten die schlimmsten Fettnäpfchen vermeiden lassen – oder wie Sie Ihre Kollegen mal so richtig nerven können.
Schon mit ganz normalen E-Mails lassen sich Kollegen zur Weißglut treiben. Aber auch wunderschöne Patzer im Umgang mit Dateiformaten und Packprogrammen sorgen für genervte Stimmung im Büro. Besondere Stolpersteine lauern hingegen bei Bildschirm-Präsentationen – wer hier unsere Tipps ignoriert, langweilt schnell ganze Konferenzräume zu Tode.
Elektronische Post ist aus dem modernen Büro nicht mehr wegzudenken. Täglich tippen Angestellte Abermillionen E-Mails, die meisten davon ganz bedenkenlos und sorgenfrei. So eine Mail ist schließlich ganz unverbindlich, da muss man sich kaum Gedanken um die Form machen – oder etwa doch? Viele Kollegen machen sich mit Horden freundlicher Smileys, lustigen Cliparts und Unmengen an Büro-Spam kaum Freunde im Büro.
Gerade die Flut unerwünschter Mails am Arbeitsplatz hat es vielen deutschen Angestellten angetan. Witzige Bilder, Kettenbriefe und Videoclips machen angeblich Spaß und lockern den Arbeitsalltag gehörig auf. Vor allem gestressten Büronachbarn machen die Witzbolde damit jedoch keine Freude – eine Flut spaßiger E-Mails will kaum einer gerne durchklicken, der gerade alle Hände voll zu tun hat. Andere Kollegen überschätzen im allgemeinen Mail-Verkehr auch gerne einmal die eigene Bedeutung: E-Mails von diesem Mitarbeiterschlag werden grundsätzlich mit der Markierung "Hohe Priorität" verschickt werden – damit die Nachrichten auch garantiert gelesen werden. Sie sehen, es gibt viel, was Sie bei E-Mails beachten sollten.
Auch mit Dateianhängen lassen sich Kollegen auf besondere Weise beglücken. So verstopfen Mails mit riesigen Präsentationen oder PDF-Dokumenten schnell die oft begrenzt großen Arbeits-Postfächer. So geht auch ja nichts von der Qualität der Daten verloren, scheinen manche Kollegen zu glauben. Schließlich sollen die Adressaten noch jedes Detail einer eingescannten Seite erkennen oder Bilder im Megapixel-Format bewundern können.
Anderen Zeitgenossen sind die Standardformate wohl zu langweilig: Gerade bei der Datenkompression verwenden diese Kollegen einfach mal ein exotisches Programm. Schließlich kann jedermann das langweilige Zip-Format verwenden, so die Idee. Echte Könner greifen zu Exoten wie ARJ oder ACE. Damit soll gleich jeder wissen, dass der Absender wirklich Ahnung hat von Computern – und vor lauter ehrfürchtigem Staunen vergessen, dass er die erhaltene Datei gar nicht öffnen kann.
Ein Spaß mit echtem Gruppengefühl bleiben Bildschirmpräsentationen mit Powerpoint. Wer als unglückliches Opfer einen solchen Vortrag halten muss, sitzt oft manchem Trugschluss auf. So glauben Viele, es sei nötig, auch das letzte Detail ihrer Rede an die Wand zu projizieren. So könnten die Zuhörer doch stets mitlesen, was der Redner gerade zu sagen habt. Auch bei Schaubildern lassen diese Referenten keine Information aus: Je mehr Balken und Beschriftungen in ein Diagramm gepackt werden können, desto besser. Wir zeigen die Top-5-Fehler bei Präsentationen mit Powerpoint.
Viele moderne Präsentationen sind oft nüchtern und sachlich. Deshalb peppt manch ambitionierter Redner seine Vorträge doch auf – Microsoft Powerpoint greift Ihnen mit einer Vielzahl nur scheinbar kurzweiliger Animationen und Soundeffekte unter die Arme. Auch das langweiligste Thema wird nach Meinung manches Vortragenden interessant, wenn die Buchstaben und Bilder kreuz und quer über die Folien fliegen oder lustig rotierend auf- und wieder abtauchen. Wenn diese Kollegen ihr Publikum verdächtigen, demnächst wegnicken zu wollen, wirken sie mit zarten Klängen entgegen. Einfach jede Zeile der Präsentation laut ratternd einblenden lassen, so die Idee – das erinnert schön nostalgisch an Schreibmaschinen und weckt auch den letzten Zuhörer aus dem Tiefschlaf.
Sascha Plischke
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