23.06.2008, 16:56 Uhr | von Jörg Schieb
Die Systemsteuerung von Windows ist nicht die einzige Anlaufstelle für Konfigurationsänderungen. Zwar hat die Systemsteuerung einiges zu bieten, viele wichtige Funktionen hat Microsoft aber versteckt.
Aus gutem Grund: Microsoft möchte einfach nicht, dass jeder Anwender so mir nichts, dir nichts an den internen Systemeinstellungen hantiert. Ein gefundenes Fressen für Hersteller von Systemtools, die kostenpflichtige Programme zum Verändern der internen Systemeinstellungen anbieten.
Die Profi-Tools sind aber oft gar nicht notwendig. Denn Windows hat ein eigenes Systemkonfigurationstool an Bord, das sich vor vielen käuflich verfügbaren Tuningprogrammen nicht zu verstecken braucht. Microsoft hat das Tool namens MSConfig zwar gut versteckt, es lässt sich aber trotzdem leicht starten: Sie müssen nur den Befehl Start | Ausführen aufrufen und den Befehl msconfig eingeben. Schon locken Sie das geheime Konfigurationsprogramm aus dem Versteck. Die Foto-Show zeigt, wie's geht.
Mit Hilfe des Systemkonfigurationsprogramms haben Sie Zugriff auf zahlreiche interne Systemeinstellungen. Besonders interessant sind die Register Dienste und Systemstart. Im Bereich Dienste sind alle Dienste von Windows aufgeführt, die derzeit auf dem PC ausgeführt werden. Als Dienste werden Programme und Funktionen bezeichnet, die ständig im Hintergrund aktiv sind und beispielsweise die Netzwerkverbindungen steuern. Jeder Dienst kostet allerdings Systemressourcen. Auf Wunsch können Sie unnötige Dienste per Mausklick abschalten. Hierzu gehört zum Beispiel der Indexdienst oder der Fehlerberichterstattungsdienst. Was alles noch mit dem Systemkonfigurationsprogramm von Windows möglich ist, zeigt Ihnen der Überblick.
Am interessantesten ist das Register Systemstart. Hier listet Windows alle Programme auf, die sich automatisch beim Windows-Start gleich mitstarten. An dieser Stelle mogeln sich oft Programme rein, die dort gar nichts zu suchen haben. Um den Systemstart zu beschleunigen, sollten Sie alle Anwendungen ausschalten, die für den Windows-Start unnötig sind. Hierzu gehören zum Beispiel Microsoft Office Schnellstart, Adobe Reader Schnellstart oder Realsched. Je mehr Autostartprogramme Sie deaktivieren, umso schneller startet Windows. Nicht ausschalten sollten Sie jedoch Virenscanner, Firewall, Antispyware-Software und andere Sicherheitsprogramme.
von Jörg Schieb
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