08.03.2010, 11:20 Uhr | Andreas Lerg
(Quelle: dpa)
Sicherheitsexperten warnen vor einer neue perfide Masche, mit der Cyber-Gangster Google auszutricksen und die Suchmaschine für die Verbreitung von Schadsoftware missbrauchen. Dabei wird eine anfangs harmlose PDF-Datei gegen einen brandgefährliche HTML-Datei ausgetauscht, sobald Google die ursprüngliche Datei in den Suchergebnissen anzeigt.
Cyber-Gangster lieben Google, denn die Suchmaschine hilft ihnen wider Willen, ahnungslose Opfer auf ihre Viren-verseuchten Internetseiten zu locken. Wie Sicherheitsexperten von F-Secure festgestellt haben, baut die neueste Masche der Kriminellen auf eine Art PDF-Zaubertrick. Zunächst laden die Täter eine völlig harmlose PDF-Datei auf eine Internetseite hoch. Dann warten sie, bis Google dieses PDF gefunden und in seinen Suchkatalog aufgenommen hat. Sobald die PDF-Datei so bei Google gefunden werden kann, tauschen die Gangster die Datei gegen eine manipulierte HTML-Datei aus. Google bemerkt den Austausch nicht. und da die ursprüngliche Datei ungefährlich war, bleibt der Link in der Suchergebnisliste bestehen.
Diese HTML-Datei dient als Tarnkappe für eine darin eingebettete Flash-Datei, die es in sich hat. Denn der Nutzer, der diese Datei öffnet, wird auf eine manipulierte Internetseite weitergeleitet, auf der eine falsche Antivirensoftware lauert. Eine Warnmeldung gaukelt dem Besucher der Seite eine massive Vireninfektion seines Computers vor. Sogleich wird dem Nutzer ein vermeintliches Antivirenprogramm angedient, dass den PC säubern könne. Das kostet natürlich Geld, denn die Cyber-Gangster wollen mit der Methode ihren Opfern Geld abzocken. Der vermeintliche Virenscanner macht dann im Prinzip nichts anderes, als die falschen Warnmeldungen abzustellen. Die teure aber nutzlose Software wird auch Rogueware genannt.
Zum Schutz gegen solche Schadsoftware-Attacken ist es wichtig, stets aktuelle Antiviren-Software auf dem Computer einzusetzen. Sie wehrt effektiv Viren, Trojaner und die meisten anderen Bedrohungen ab. Kostenlose Sicherheitsprogramme bieten bereits einen Basisschutz. Außerdem hilft eine gesunde Skepsis gegenüber Downloads und anderen merkwürdigen Offerten auf unbekannten Internetseiten. Umfangreiche Informationen zum Schutz Ihres Computers vor Viren und anderen Gefahren finden Sie im Computer-Insider-Virenspecial. Hier in dieser Fotoshow zeigen wir die gefährlichsten Download-Fallen.
Andreas Lerg
SET schrieb:
am 8. März 2010 um 12:59:10
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HTML Datei
Bei einem guten Browser wird man beim download gefragt wo man die Datei hinhaben möchte, da kann man schon sehen was für eine
Datei es ist. Also beim download aufpassen. Das Bearbeiten der HTML Datei gibt weitere Informationen preis. Auch ein Laie kann erkennen das da was nicht stimmt, wenn in einer geladenen HTML Datei sehr viel Quellcode steht. Der Quellcode wird erst nach dem anklicken aktiv. Standardmäßig werden HTML Dateien übrigens mit dem I-Explorer ausgeführt.
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