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Google präsentiert eigenes Betriebssystem

vom Fri Nov 20 09:04:30 CET 2009 | Sascha Plischke

Google Chrome OS: Eigenes Betriebssystem soll blitzschnell ins Internet gehen.Google Chrome OS: Eigenes Betriebssystem soll blitzschnell ins Internet gehen.

hat sein eigenes Betriebssystem vorgestellt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein klassisches Betriebssystem wie oder . Stattdessen dreht sich bei Chrome OS alles um das Internet – im Grunde besteht das System ausschließlich aus einem Browser. Innerhalb von wenigen Sekunden sollen die Anwender im Internet sein, ganz ohne langes hochfahren. Alle Daten liegen dabei aber nicht auf dem eigenen Computer, sondern auf den Servern von Google.

Musik hören, Filme sehen, Dokumente bearbeiten, all das soll mit Google Chrome OS im Internet stattfinden. Viele Anwender bewegen sich mit ihrem Computer ohnehin hauptsächlich im Web, rufen dort ihre Emails ab, besuchen YouTube oder kommunizieren per Chat mit ihren Bekannten. Die Idee hinter Chrome OS ist nun, alle Teile des Betriebssystems zu streichen, die nicht für den Zugang ins Internet nötig sind. So soll der Rechner in Sekunden gestartet sein und den Anwender dort hin lassen, wo er sowieso so schnell wie möglich hin will: Das Internet.

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Google Chrome OS kommt ohne Programme aus

Unter Chrome OS wird es deshalb auch keine Programme geben, die der Anwender installieren und neben dem Browser nutzen kann. Musik-Player und Office-Anwendungen wird es als eigenes Anwendung nicht geben. Zwar gibt es unter Chrome OS so genannte Apps. Dabei handelt es sich jedoch eigentlich um Verknüpfungen zu entsprechenden Internet-Diensten – zum Beispiel Googles Online-Office Docs für alle Büroanwendungen.

Nutzer von Chrome OS benötigen Google-Konto

Der Vorteil dabei ist, dass der Anwender immer Zugriff auf seine Daten und Dokumente hat, egal wo er sich gerade befindet. Zudem ist Chrome OS tatsächlich sehr schnell. Innerhalb von sieben Sekunden fährt das System hoch und ist voll benutzbar. Der Nachteil liegt jedoch in der Kontrolle über die eigenen Daten. Denn wer sich nicht gerne von Google auf die Finger schauen lässt, wird auch mit Chrome OS nicht warm werden. Um das System zu benutzen benötigt der Anwender ein Google-Konto. Das muss er schon als Login für den Start von Chrome OS eingeben. So hat er sofort Zugriff auf alle seine Google-Anwendungen – übermittelt dem Suchmaschinenriesen aber auch unter anderem seine Surf-Daten.

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Chrome läuft nicht auf jedem Computer

Chrome OS wird außerdem nicht auf jedem Computer installierbar sein. Eine erste Testversion, die Google nach der ersten Vorstellung seines Betriebssystems veröffentlicht hat, liegt nur als Quellcode vor. Wer sie nutzen will, muss den Code erst zum fertigen Programm kompilieren, und auch danach lässt sich Chrome OS nur mithilfe spezieller Programme als so genannte virtuelle Maschine installieren. Die Endversion wird später nur auf speziellen, von Google zertifizierten Netbooks laufen, ähnlich wie Googles Handy-Betriebssystem Android, das ebenfalls nur auf bestimmten Mobiltelefonen installiert ist.

Chrome OS nur etwas für Google Fans

Der erste Blick auf Googles Betriebssystem ist viel versprechend. Chrome OS ist blitzschnell und perfekt für den fixen Einstieg ins Internet. Arbeiten lässt sich mit dem System sogar auch, wenn man sich auf die Nutzung von Googles Online-Office einlässt. Darin liegt aber auch der große Nachteil: Nur wer sich Google voll anvertraut und auch gegen die Übermittlung seiner Surf-Daten an Google-Server nichts einzuwenden hat, sollte bei der Einführung 2010 zu einem Netbook mit Chrome OS greifen.

Sascha Plischke

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