01.03.2011, 10:44 Uhr | Andreas Lerg und Jens Müller
Die CeBIT 2011 hat ihre Tore geöffnet. Auf der Messe in Hannover präsentieren Hersteller aus aller Welt die Technik-Trends des Jahres: Tablet-PC, Smartphones und Cloud Computing machen klar, dass die Zeit des klassischen Schreibtisch-Computers bald vorbei sein könnte. t-online.de Digital zeigt die Trends der CeBIT 2011.
Waren in den letzten Jahren noch kleine, günstige Netbooks das Trendthema der CeBIT, so verlieren die abgespeckten Notebooks durch den Boom der Tablet-PC zusehends an Bedeutung. Nach dem Erfolg des Apple iPad bringen fast alle namhaften Computer-Hersteller mittlerweile eigene Tablet-PC auf den Markt. Hoffnungen setzen die Unternehmen dabei in das brandneue Betriebssystem Android 3.0 von Google.
Google hat dabei das von Smartphones bekannte Android speziell für die Touchscreen-Rechner angepasst. Als eines der ersten Modelle mit Android 3.0 kommt das Motorola Xoom in den Handel. Konkurrent Asus geht mit dem Eee Pad Slider völlig neue Wege und verpasst dem Android-3.0-Tablet eine ausziehbare Tastatur. Windows 7 hingegen hat den Sprung auf die Tablet-PC noch nicht wirklich geschafft und bleibt auch auf der CeBIT eine Randerscheinung. Hersteller platzieren ihre Produkte in bestimmten Nischen. So will Dell beispielsweise einen Tablet-PC mit Windows 7 nur für Geschäftskunden anbieten. Möglicherweise warten die Hersteller aber auch auf ein für Tablet-PC optimiertes Windows 8, das Gerüchten zufolge im Juni gezeigt werden soll.
Der klassische PC verliert hingegen im Vergleich zu tragbaren Computern und Internethandys. 2011 sollen erstmals mehr Smartphones als PC verkauft werden, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen IDC. Unter den Smartphone-Highlights des Jahres zeichnen sich mehrere Trends ab: hin zu Mehrkern-Prozessoren, 3D-Displays und Near Field Communication (NFC). NFC ermöglicht Bezahlen mit dem Handy. Der Nutzer hält sein Smartphone an einem Kassenterminal einfach dicht an ein Lesegerät und zahlt damit seinen Einkauf.
Die IT-Messe setzt dieses Jahr auf "Cloud Computing", das Auslagern von Programmen und Daten ins Netz. zum Video
Große Hoffnungen setzen Aussteller auf der CeBIT 2011 in Cloud Computing: Funktionen, die bisher auf dem eigenen Computer liefen, ins Internet verlagert. Dem Nutzer genügt ein PC mit Internetzugang, die Software und die eigenen Daten liegen auf großen Server und sind von überall erreichbar. Beispielsweise lassen sich Musik, Fotos und Videos in der Datenwolke abspeichern. t-online.de bietet dies unter Meine Dienste schon seit längerer Zeit. Dokumente lassen sich mit Anwendungen wie Google Text oder Microsoft Office Live online bearbeitet werden, ohne dass Software auf dem PC installiert werden muss.
Ein Vorteil des Cloud Computings für Nutzer ist ein vermeintlich unendlich großer Speicherplatz. Jederzeit können für Anwendungen und Funktionen in der Datenwolke mehr Speicherplatz gegen Aufpreis zugebucht werden. Problematisch: Fallen die Server des Anbieters aus, sind Daten und Funktionen zumindest vorrübergehend nicht erreichbar. Zudem zögern viele Nutzer noch, wichtige und vertrauliche Daten nicht mehr lokal sondern nur im Internet zu speichern.
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