07.10.2009, 14:53 Uhr | Andreas Lerg
Microsoft kommt der EU-Kommission entgegen und will die Windows grundsätzlich um eine Browser-Auswahl bereichern. Vorschlag, Windows in Zukunft mit einer Auswahl verschiedener anzubieten, ist von der EU akzeptiert worden. Das gilt nicht nur für , sondern auch rückwirkend für und , die ein Info-Update bekommen. Händler dürfen Windows im Paket mit anderen Browsern verkaufen. Der Software-Konzern einigt sich damit mit der EU-Kommission auf einen Kompromiss und will so eine saftige Wettbewerbsstrafe vermeiden.
Microsoft hat von der EU-Kommission offiziell grünes Licht bekommen und darf sein Betriebssystem Windows in Zukunft mit verschiedenen Internet-Browsern anbieten. Wie die EU-Kommission mitteilt, wurde diesem Vorschlag des Softwarekonzerns jetzt zugestimmt: PC-Händler dürfen künftig Windows mit Browsern konkurrierender Hersteller verkaufen. Damit nicht genug, denn den vielen Millionen Verbrauchern, die heute schon Windows nebst dem dazugehörigen hauseigenen Browser nutzen, will Microsoft auf Druck der EU-Wettbewerbshüter über mögliche Alternativen informieren. Für einen Zeitraum von fünf Jahren will Microsoft allen Nutzern von Windows XP und Windows Vista ein Update anbieten, das auf dem Bildschirm in einem Zusatzfenster Informationen zu verschiedenen Internet-Browsern darstellt.
IE8, Firefox und Co.
Das soll Verbrauchern die Entscheidung erleichtern, anstelle des Internet Explorers ein Konkurrenzprodukt wie oder auf ihrem Computer zu installieren. EU-Kommissarin Neelie Kroes zufolge wird Microsoft entsprechende Informationen über bis zu zwölf verschiedene Browser anbieten. Wettbewerbskommissarin Kroes: "Wir bewegen uns auf eine befriedigende Lösung zu. Verbraucher brauchen eine effektive Wahl bei Web-Browsern"
Microsofts Kompromissbereitschaft ist vor allem damit zu begründen, dass der Konzern so eine weitere hohe Wettbewerbsstrafe abwehren will. Die EU-Kommission hatte wegen der Koppelung von Windows mit dem Internet Explorer im Januar 2008 ein Verfahren gegen Microsoft eingeleitet. Die EU-Wettbewerbswächter hatten schon in der Vergangenheit wegen der Verknüpfung von Windows mit der Musik- und Video-Software Media Player eine Geldstrafe von fast 500 Millionen Euro gegen Microsoft verhängt.
Wettbewerbskommissarin Kroes will nun anderen Software-Konzernen, Computer-Herstellern und Verbraucherschutzverbänden Gelegenheit geben, zu den von Microsoft angebotenen Zugeständnissen Stellung zu nehmen. Fällt dieser als Markttest bezeichnete Prüfungsvorgang positiv aus, soll das von Microsoft gemachte Angebot Gültigkeit erlangen.
Andreas Lerg
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