13.11.2009, 09:23 Uhr | Andreas Lerg
Britney Spears Twitter-Account gehackt und mit satanischen Botschaften verseucht. (Quelle: t-online.de)"Ich gebe mich Luzifer jeden Tag hin, damit er so schnell wie möglich eintrifft. Gepriesen sei Satan!" So stand es in Britney Spears'Twitter-Feed zu lesen. Doch die Pop-Blondine beichtete hier nicht etwa, dass sie ihren Leib und ihre Seele an den Teufel verkauft habe. Abermals ist es gelungen, das Twitter-Konto der US-Sängerin zu knacken und die satanischen Botschaften in ihrem Namen zu senden.
"Oops they did it again", könnte man sagen, denn der Twitter-Zugang von Britney Spears wurde bereits Anfang des Jahres von Hackern geknackt. Nun schlugen die Spaßvögel auf Twitter erneut bei der Sängerin zu, die gerade ihre neue, vorgestellt hat. Die Hacker schickten der ersten satanischen Twitter-Botschaft auch gleich eine zweite hinterher: "Ich hoffe, dass die neue Weltordnung so schnell wie möglich da ist - Britney." Wie genau es den Hackern gelungen ist, in das als echt verifizierte Nutzerkonto von Britney Spears einzubrechen, ist bisher unklar. Abermals steht damit der Schutz in Frage, den der aktuell sehr beliebte Kurzmitteilungsdienst Twitter gegen solche Angriffe bietet.
Allerdings verlief die Attacke glimpflich. Außer den absurden Spaß-Meldungen, richteten die Hacker keinen Schaden an. So wurde keinerlei Schad-Software verteilt oder Links zu manipulierten Seiten eingebaut. Mit solchen Aktionen könnten Cyber-Kriminelle in kurzer Zeit viele Computer mit verseuchen. Mittlerweile ist die Twitter-Seite von Spears wiederhergestellt und ein aktueller Eintrag erwähnt die Hacker-Attacke.
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Twitter bietet für Berühmtheiten und wichtige Personen des Zeitgeschehens die sogenannten Verified Accounts an. Diese Verifizierung soll sicherstellen, dass kein Fremder sich unter dem Namen eines Stars ein Nutzerkonto sichert und unter dessen Namen falsche Informationen verbreitet. Solche gefälschten Twitter-Promis gibt es häufig. In Deutschland sorgte ein Jahr lang ein angeblich twitternder Franz Müntefering für Verwirrung. Die verifizierten Konto sollen genau diesen Schindluder vermeiden. Aber einen wirksamen Schutz gegen Hackerangriffe bietet Twitter anscheinend bisher nach wie vor nicht. Anders würde es Hackern kaum gelingen, immer wieder auch verifizierte Nutzerkonten zu knacken.
Soziale Netzwerke wie Twitter werden bei Hackern als Ziel immer beliebter. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass schwedische Hacker Facebook-Gruppen manipulierten und deren -Seiten mit eigenen Slogans versahen. Bei dem Angriff handelte es sich wie auch bei dem aktuellen Twitter-Hack nicht um eine böswillige Attacke. Offenbar wollen die Hacker nur das Bewusstsein der Facebook-Nutzer für schärfen.
Andreas Lerg
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