07.07.2009, 09:38 Uhr | Sascha Plischke
Verseuchte Video-Dateien bedrohen Windows. (Grafik: t-online.de)Roter Alarm für alle Nutzer von : In einer Schnittstelle des Betriebssystems zur Wiedergabe von Filmdateien ist eine Lücke aufgetaucht, die freien Zugang zum Rechner ermöglicht. Bisher sollen nur Nutzer des Internet Explorer betroffen sein. Nach einem Bericht der dänischen Sicherheitsexperten CSIS nutzen Online-Kriminelle die Lücke bereits, um gefährliche Schadsoftware zu verbreiten. Bisher gibt es noch keinen Patch, empfiehlt seinen Kunden jedoch eine erste Sofortmaßnahme. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich schützen können.
Eine ähnliche Schwachstelle war bereits im Mai diesen Jahres aufgetaucht. Die Lücke steckt in einer Bibliothek der Windows-Komponente ActiveX, die für das Abspielen von Video-Streams im zuständig ist. Über diese Lücke können Kriminelle alle Sicherheitsschranken umgehen und auf den Rechnern ihrer Opfer installieren. Schon der Besuch einer entsprechend manipulierten Internetseite reicht aus, um sich zu infizieren – heimlich und ohne dass der Nutzer es bemerkt. Von der Lücke betroffen sind Nutzer der Internet Explorer 6 und 7 mit Windows XP und älteren Versionen des Betriebssystems. In Windows Vista und ist die betroffene Komponente nicht mehr enthalten.
Computer Insider So machen Sie Ihren Browser wirklich sicher
Der Schadcode kursiert bereist in einschlägigen chinesischen Hacker-Foren. Schon mehrere tausend Internetseiten sollen entsprechend gekapert und präpariert worden sein, um arglose Internet-Surfer anzugreifen. Darunter befinden sich nicht nur Seiten aus den dunklen Ecken des Web, sondern auch respektable Internetseiten. Oft bemerken die ebenfalls zum Opfer gewordenen Betreiber gar nicht, dass ihr Angebot von Kriminellen zur Virenschleuder gemacht wurde. Einer Pressemitteilung von Symantec zu Folge soll unter den betroffenen Webseiten etwa auch die der russischen Botschaft in der US-Hauptstadt Washington sein.
Solange Microsoft noch keinen Patch für die Lücke veröffentlicht hat, sollten Sie auf einen alternativen Browser umsteigen, der nicht von der Lücke betroffen ist, zum Beispiel Mozillas beliebter . Doch auch diese Maßnahme bietet eventuell keine komplette Sicherheit, bislang ist noch nicht klar, wie sich die nun entdeckte Lücke auch auf andere Browser auswirkt. Microsoft empfiehlt deshalb eine erste Sofortmaßnahme: In einem eigenen Hilfeartikel bietet der Konzern eine Datei zum Download an. Führt der Nutzer diese aus, wird die betroffene Windows-Komponente abgeschaltet. Mit einer zweiten Datei kann die Komponente beim Auftauchen von Problemen wieder aktiviert werden. Dazu klicken Sie einfach auf den entsprechenden Button auf dieser Internetseite.
Microsoft Soforthilfe
Hier die betroffene Windows-Komponente abschalten
Download bei Softwareload
Computer schützen Die besten Programme bei Softwareload
PC absichernIn sieben Schritten zur Windows-Festung
Sascha Plischke
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