25.08.2011, 15:06 Uhr | Andreas Lerg
Hacker attackieren mit Botnet attackieren Pizza-Dienste. (Quelle: imago)
Mit dem Miner-Botnetz attackieren Online-Kriminelle seit neuestem deutsche Pizza-Bringdienste und Immobilien-Portale im Internet. Sicherheitsexperten von Kaspersky beobachteten den gezielten Angriff auf bestimmte Branchen. Bekanntestes Opfer ist die Internetseite pizza.de, die drei Stunden lang mit bis zu 30.000 Anfragen pro Sekunde bombardiert wurde.
Warum Online-Kriminelle ausgerechnet gegen Pizza-Bringdienste vorgehen ist bislang unklar. Ein möglicher Grund könnte digitale Schutzgelderpressung sein: Wer zahlt, dessen Internetseite wird von den Attacken verschont. Neben den Seiten von Pizza-Lieferanten, sondern auch andere Portale aus der Lebens- und der Immobilienbranche. Waffe der Online-Kriminellen ist das so genannte Miner-Botnetz, das gezielte Angriffe auf Internetseiten ausführen kann. Bei solchen DDoS-Angriffen werden die Server hinter den Seiten mit unzähligen Anfragen geflutet und damit überlastet. Ziel ist es, die Seiten so zum Absturz zu bringen.
Die Fachleute von Kaspersky konnten bei der Analyse der Angriffe die Datei sicherstellen, mit der die Angriffsziele an das Botnetz übermittelt wurden. Darin fanden die Experten die Namen und Adressen von 31 deutschen und zwei österreichischen Internetportale. Der Betreiber von pizza.de bestätigte laut Heise, dass am Mittwoch während eines rund drei Stunden andauernden Angriffes pro Sekunde zwischen 20.000 und 30.000 Anfragen auf das Portal einstürmten. Diese DDoS-Angriffe wurden von rund 50.000 im Internet verteilten Computern gesendet. Der Angriff sei aber im Verlauf des Mittwoch eingestellt worden. Auch die Portale verschiedener Immobilien-Anbieter standen laut der Sicherheitsexperten auf der Abschussliste der Hacker.
Passwortdiebe und Kontoräuber: So schützen Sie sich vor Online-Kriminellen. zum Video
Eine weitere Datei enthielt die Systeme von Sicherheitsdienstleistern als Ziel, die sich mit der Abwehr genau solcher DDoS-Attacken beschäftigen. Es darf vermutet werden, dass die Online-Kriminellen damit die Gegenmaßnahmen gegen ihre Angriffe sabotieren wollten. Das Miner-Botnetz ist sehr schwer zu eliminieren, da es nicht wie ältere Botnetze eine zentrale Kommando-Infrastruktur nutzt. Ältere Botnetze werden über wenige zentrale Server gesteuert. Gelingt es, diese vom Netz zu nehmen, ist das Botnetz lahm gelegt. Das Miner-Botnetz aber nutzt eine dezentrale Peer-to-Peer-Strutkur. Dabei werden die Steuerungsbefehle über eine Vielzahl verteilter Computer verteilt. Diese Kommunikation ist nur schwer zu unterbrechen.
Andreas Lerg
OttoOtto schrieb:
am 26. August 2011 um 17:59:38
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@Wolf
Auf den wichtigen Teilen des Botnetzes (Kontrollknoten, Steuerrechner) typischerweise ein Linux. Wieso?
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Pizza Tonno schrieb:
am 26. August 2011 um 12:37:40
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lecker Essen
Ich hol´die Pizza immer selbst mit dem Fahrrad ab!...........Scherz!! ;-)
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Chris schrieb:
am 26. August 2011 um 09:31:50
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Pizzanetz
Da war wohl jemand echt nicht zufrieden mit seiner gelieferten Pizza! :-)
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