09.06.2010, 15:07 Uhr | IQ (tb)
Ein Vergleich zwischen den MacBooks von Apple und Notebooks anderer Hersteller war lange Zeit kaum seriös möglich. Zu unterschiedlich waren Ausstattung und Fähigkeiten der Geräte. Diskussionen über Vor- und Nachteile der Systeme wurden meist als Glaubenskriege ausgetragen. Harte Fakten und handfeste Entscheidungshilfen waren dagegen Mangelware.
Seit in Apple MacBooks Intel-Prozessoren verbaut werden und über Bootcamp auf Wunsch komfortabel Windows-Betriebssysteme genutzt werden können, hat sich das geändert. Die Nutzungsmöglichkeiten beider Systeme sind vergleichbar geworden, und renommierte Computermagazine testen inzwischen regelmäßig MacBooks unter gleichen Bedingungen gegen andere Notebooks.
Schon in der Grundausstattung sind MacBooks erheblich teurer als Notebooks anderer Hersteller. Ein 50% höherer Preis für ein Einsteigermodell ist keine Seltenheit. Spricht der Preisvergleich deshalb eindeutig gegen das MacBook?
Nicht unbedingt, denn selbst ein MacBook-Einsteigermodell verfügt bereits über hochwertige Verarbeitung und perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten, welche die maximale Leistung aus der verbauten Hardware herausholen. Bei preisgünstigen Notebooks anderer Hersteller reduzieren schlechte Abstimmung und damit verbundene Leistungseinbussen das Leistungspotential häufig erheblich. Qualitativ schlechte Verarbeitung kann die Freude an dem Gerät zusätzlich mindern.
Daher ist es sinnvoll, das Apple MacBook nicht mit Billignotebooks, sondern mit ähnlich ausgestatteten Notebooks einer Qualitätsmarke zu vergleichen, beispielsweise einem Sony Vaio. Der Preisvergleich fällt dann weniger eindeutig aus: Das MacBook ist kaum teurer als ein vergleichbarer Vaio.
Die gute Abstimmung der einzelnen Komponenten und die hochwertige Verarbeitung sorgen dafür, dass MacBooks ausgesprochen zuverlässig arbeiten und wenig anfällig für Ausfälle sind. Treten allerdings tatsächlich einmal technische Probleme auf, sind die Reparatur oder der Ersatz einzelner Komponenten beim MacBook teurer als bei Notebooks anderer Hersteller. Der Austausch des fest eingebauten Akkus der neusten Generation des Apple MacBook Pro schlägt beispielsweise mit rund 140 Euro zu Buche. Bei anderen Notebooks wird dank preiswerter Drittanbieter kostengünstiger Ersatz angeboten, und selbst Original-Ersatzteile sind aufgrund des Preisdrucks günstiger erhältlich als für MacBooks.
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