25.07.2011, 15:40 Uhr | Christian Fenselau
Unzureichend geschützt: Akkus von Apples MacBook-Serien (Foto: imago) (Quelle: imago)
Notebook-Akkus sind ein mögliches Einfallstor für Computerviren. Das berichtet ein Blogbeitrag des US-Magazins "Forbes". Ein Sicherheitsexperte habe es geschafft, mehrere Akkus von Apple MacBooks zu manipulieren. Die interne Software der Akkus sei nur mit einem Standard-Passwort und damit unzureichend gesichert. Ein direkter Zugriff auf das Notebook sei auf diesem Wege noch nicht möglich, aber in einem zweiten Schritt durchaus denkbar. Ob auch Akkus anderer Notebook-Hersteller gefährdet sind, ist nicht bekannt.
Sicherheitsexperte Charlie Miller vom Unternehmen Accuvant hat die Sicherheitslücke in den Akkus entdeckt. Sie betrifft die Batterien in allen Varianten der Apple MacBooks, also auch die des MacBook Air sowie des MacBook Pro. Miller habe sich in insgesamt sieben verschiedene Akkus gehackt. Die Akku-Firmware sei mit einem Standard-Passwort geschützt, das nicht nur für einen einzelnen Akku, sondern für ganze Serien gelte. Es gebe für die verschiedenen MacBook-Batterien insgesamt nur zwei verschiedene Passwörter. Findet ein Hacker nur eines der Passwörter heraus, hätte er möglichen Zugriff auf Millionen von Akkus.
Mit dem Zugriff auf die Firmware der Notebook-Batterie lasse sich die Kommunikation zwischen Akku und Notebook manipulieren, also zum Beispiel die Energieanzeige im Notebook fälschen oder ein falsches Modell vortäuschen, damit das Notebook den Akku gar nicht mehr erkennt. Dass es auch möglich sei, den Akku zum Explodieren zu bringen, scheint zumindest nicht unwahrscheinlich: "Wenn man liest, dass Batterien in elektronischen Geräten sogar von selbst explodieren, kann jemand, der die Kontrolle darüber hat, das auch steuern", so Miller. Möglich scheint außerdem, einen Virus im Akku zu platzieren. Damit dieser auch auf das Notebook übergreift, wartet auf den Hacker allerdings eine weitere Hürde. Denn von allein wandert ein Virus nicht von einem Bauteil zum anderen.
Sollte es einem Hacker gelingen, einen Virus über den Akku auf das Notebook zu bringen, hätte das für den Besitzer äußerst unbequeme Folgen. Da die Schadsoftware sich nicht im Betriebssystem befände, wäre eine Virensuche erfolglos. Selbst das vollständige Löschen, Neuformatieren oder sogar Ersetzen der Festplatte würde nicht helfen. Von Seiten des Herstellers dürfte kaum Besserung in Sicht sein. Einzelne Passwörter für jeden Akku könnten Firmware-Updates verhindern.
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Christian Fenselau
Heiko schrieb:
am 28. Juli 2011 um 14:50:44
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Hacker sind das Sicherheitsrisiko
Coputer sind freiprogrammierbare Systeme - egal wie intensiv man diese Systeme schützt - es wird immer
Möglichkeiten geben diese anzugreifen. Das ist alles nur eine Frage des Aufwandes. Deshalb sind diese "Sicherheitslücken" uninteressant - die eigentliche Sicherheitslücke sind die Hacker selber.
Ein sehr guter Dieb kommt auch in jede Wohnung rein - egal wie man diese sichert. Ist deshalb der Einbrecher ein Held weil er mir die "Sicherheitslücken" in meiner eigenen Wohnung demon
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Macki schrieb:
am 27. Juli 2011 um 15:07:55
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Schadenfreude
Jab bei Schadenfreude kommt man schon mal ins Schmunzeln, aber das was Schadenfroher von sich gibt ist eher zum Weinen ob so
viel Mangel an PC-Kenntnissen (Doppelstunde Abendgymnasium?)
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Lol schrieb:
am 26. Juli 2011 um 15:09:55
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@Hanna
Ein Akku besteht wohl nicht nur aus Lithiumionen o.Ä. ;-)
Logischer Weise muss dort doch auch ein System (also Speicher mit der
besagten Frimware) sitzen, das den Ablauf (Reduktion-Oxidation,Stromabgabe, usw.) regelt, das läuft nicht von selbst. Wo ein Speicher ist, da kann auch ein Schadprogramm plaziert werden. Ähnlich wäre theoretisch ein Virus auf Graka oder anderen PC-Bauteilen mit physischem Speicher möglich. Ich weiß aber nicht wie es mit der "Umsetzung" dort aussieht.
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