26.04.2010, 14:50 Uhr | Christian Fenselau
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt erneut vor der Internet-Abzock-Falle top-of-software.de. Der in Mainz ansässige Betreiber Antassia GmbH führt sein "Geschäft" anscheinend ungerührt weiter. Nach wie vor lockt der Anbieter gutgläubige Verbraucher in die Falle, denn der Warnhinweis auf ein kostenpflichtiges Abonnement ist kaum erkennbar. Bei der Verbraucherzentrale häufen sich derzeit Anfragen zu den fragwürdigen Rechnungen und Mahnungen der Mainzer Abzocker.
Wer bei top-of-software.de eines der kostenlosen Programme herunterladen möchte, muss sich vorher registrieren. Wer dabei nicht genau aufpasst, übersieht schnell den Kostenhinweis und geht einen Abo-Vertrag ein. Das Abo kostet 96 Euro pro Jahr und gilt für zwei Jahre. Der volle Betrag von 192 Euro ist sofort fällig. Der Hinweis auf die Kosten ist zwar vorhanden, aber nur bei genauem Hinschauen erkennbar. Der Kunde soll hier also eine Pauschale für Downloads bezahlen, die er bei allen seriösen Seiten wie etwa Softwareload gänzlich kostenlos erhält.
Wie immer in solchen Fällen wirbt der Anbieter mit sehr bekannten und beliebten Programmen wie Mozilla Firefox, OpenOffice, dem VLC Player oder Adobes Flash Player. Die Programme seien zwar kostenfrei, aber wer sie herunterladen will, soll für "redaktionell aufbereitete Inhalte" zahlen – ein äußerst zweifelhafter Mehrwert. Wer in die Falle tappt und nicht sofort bezahlt, erhält schnell ein Mahnschreiben zur Einschüchterung. Der hier tätige Abmahnanwalt Olaf Tank ist kein Unbekannter, er ist auch für die bekannte Abo-Falle Opendownload.de tätig.
Wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mitteilt, erhalten die Opfer Rechnung und Mahnung per E-Mail. Auf diese zu antworten ist nicht möglich. Damit erschweren die Betreiber ihren Opfern, auf die Rechnung und Mahnung zu reagieren. Die Verbraucherschutzzentrale Rheinland-Pfalz rät, den Forderungen schriftlich zu widersprechen. Für diesen Zweck hält sie Musterschreiben zum Herunterladen bereit.
Sie können sich aktiv gegen Abofallen schützen. Wenn Sie eine kostenfreie Software erst nach vorheriger Registrierung herunterladen können, sollten Sie genau hinschauen. Hier und in vielen anderen Fällen werden Sie dann für irgendetwas zur Kasse gebeten, dass Sie höchstwahrscheinlich nicht wollten und mit Sicherheit nicht brauchen. Bei seriösen Anbietern finden Sie nicht nur die Programme kostenlos, sondern auch die "redaktionell aufbereiteten Inhalte", für die Sie bei top-of-software.de oder anderen zwielichtigen Anbietern zahlen sollen. Zusätzlichen Schutz bietet die Browser-Erweiterung WOT, die vor bekannten Abofallen und weiteren Internet-Gefahren warnt. In jedem Fall sollten Sie aufmerksam sein, insbesondere wenn Sie Angaben zu Ihrer Person machen sollen. Weitere Informationen über Abo-Fallen, Fishing und Scareware finden Sie auch im Artikel "Abzocke im Web" der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Chip Test & Kauf 05/2010 als PDF-Download bei Computer Insider.
Christian Fenselau
L. Knoll schrieb:
am 26. September 2011 um 11:14:03
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Top of Software
Habe auch einen Brief bekommen für einen angeblich abgeschlossenen 12-Monatszugang bei Top-Of-Software. Weder die
persönlichen Daten noch die IP-Adresse stimmen mit den meinigen überein. Achtung die Forderungen werden jetzt von der Firma Tropmi Payment GmbH (Sitz in Wiesbaden) geltend gemacht, da die angeblich fälligen Forderungen abgetreten wurden.
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mobileandnix schrieb:
am 4. Januar 2011 um 19:38:49
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Abzocke auch bei Handy
Mir wurde ein angebliches Abo von Mobileandmore angehängt, welches ich nie abgeschlossen habe. T-Mobile hat trotz
Einspruch das Geld eingezogen. Jetzt hol ich mir mein Geld zurück und überweise nur den Rechnungsbetr. ohne Abzocke. Sollte meine D1-Karte gesperrt werden, wars das für mich, dann folgt Kündigung und Strafanzeige. Das müssen alle Betroffenen so machen, damit der Geldregen dieser Abzocker für immer versiegt und Mobilfunkbetreiber, die sich daran beteiligen, ihre Kunden verlieren.
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Manuel schrieb:
am 28. Dezember 2010 um 11:20:52
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Antassia
Ich bin auch auf die kacke reingefallen da bekomm ich heute ein mahnschreiben von einer firma von der ich bis heute nix gehört hab
und soll für etwas bezahlen das ich überall kostenlos bekomm gehts noch ? ich werd natürlich nicht bezahlen und wenn se sich dabei aufn kopf stellen xD
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