05.11.2011, 10:53 Uhr | Andreas Lerg
Hacker-Gruppe Anonymous plant Aktion gegen Drogenkartell. (Quelle: t-online.de)
Eins zu Null für Anonymous: Das Hacker-Bündnis feiert einen Sieg. Das mexikanische Drogenkartell Los Zetas hat sich offensichtlich von der Drohung der Hacker beeindrucken lassen und soll ein entführtes Mitglied von Anonymous freigelassen haben. Das melden die Hacker selbst. Die Hacker hatten gedroht, Mitglieder und Sympathisanten des Kartells im Internet bloß zu stellen. Das wäre für die so Denunzierten das Todesurteil gewesen.
Für den Fall, dass bis zum 5. November das entführte Anonymous-Mitglied nicht freigelassen wird, wollte der mexikanische Ableger des Hacker-Bündnisses umfangreiche Daten von Los-Zetas-Unterstützern veröffentlichen. So sollten die Namen, Fotos und Adressen von Taxifahrern, Polizisten, Politikern und Journalisten genannt werden.
In einem auf YouTube hochgeladenen Video erklärten die Aktivisten dem mexikanischem Drogenkartell den Krieg. Das Video, indem diese Drohungen ausgesprochen wurden, verdeutlicht unter anderem: "Ihr habt einen großen Fehler gemacht, als ihr einen von uns entführt habt." Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, gaben die Hacker auch eine Kostprobe ihres Könnens. Sie hackten die Website des mexikanischen Politikers Gustavo Rosario Torres und hinterließen dort eine kurze aber eindeutige Nachricht: "Gustavo Rosario ist ein Zeta".
Viel Lärm um nichts: Aktivisten von Anonymous kündigten für den 5. November die Vernichtung von Facebook an. Passiert ist nichts! zum Video
Das Drogenkartell Los Zetas hat sich offenbar von der Drohung beeindrucken lassen, denn Anonymous informierte über Twitter und das Blog Anonymous Iberoamerica, der entführte Hacker sei freigelassen worden und die "OpCartel" (Operation Kartell) sei ein Erfolg. Das berichtet auch der Mexikanische Fernsehsender Televisa am Freitag. Die mexikanischen Behörden bestätigte weder die Freilassung, noch die Entführung des Hackers. Anonymous erklärte unterdessen, jetzt keine Informationen über das Drogenkartell mehr veröffentlichen zu wollen.
Los Zetas zählt zu den mächtigsten und brutalsten Drogenkartellen in Mexiko. Im dortigen Drogenkrieg kamen seit 2006 schon mehr als 45.000 Menschen ums Leben. Die Drogenkartelle lassen Gegner und Konkurrenten nicht einfach nur ermorden. Sie schlachten sie auf brutalste Art und Weise ab und sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit das auch sieht. Die Botschaft dieser Gräueltaten lautet: Legt euch nicht mit uns an. Wenn Anoymous diesen Sieg zu recht feiert und die Drohung tatsächlich die berichtete Freilassung des Hackers zur Folge hatte, dann haben die Hacker das Drogenkartell an einem sehr empfindlichen und verwundbaren Punkt getroffen: Dem Schutz der Anonymität der Hintermänner, Mitläufer und Unterstützer. Werden diese enttarnt, kann nicht nur die Polizei Verdächtige verhaften. Konkurrierende Kartelle können die Personen auch ermorden.
Derzeit sind die Twitter-Feeds und Internetseiten von Anonymous die einzigen Quellen, die den Erfolg der Hacker gegen das Drogenkartell melden. Wenn diese Meldungen zutreffen, dann haben die Hacker das Drogenkartell dazu gezwungen, eine Schwäche und Verwundbarkeit zu zeigen. Und genau das wollen die Verbrecherorganisationen um jeden Fall vermeiden. Daher könnten die Drogenbosse auf Rache sinnen. Auf ihrer Internetseite sprechen die Hacker von Drohungen seitens des Kartells. Zeta habe angedroht für jeden veröffentlichten Namen zehn Menschen aus dem Umfeld der Hacker zu töten.
Innovative, cloud-basierte Techno- logie mit bewährtem Virenschutz. Bewährter Rundum-Schutz - egal ob Privat, bei der Arbeit, Online-Banking oder -Shopping oder sozialen Netzwerken. weiter zum Angebot
Andreas Lerg
Alex!! schrieb:
am 30. November 2011 um 20:43:33
(14)
(0)
Schlauberger
Die schlaubergerlichen jungen Leute machen jetzt die dämlichen Dealer platt. Eine Wendung, die mir gefällt...
Kommentar melden
arminiuss schrieb:
am 30. November 2011 um 16:42:44
(5)
(0)
schon recht so
wenn Anony. ihr Wissen öffentlich machen, sind die erledigt. Die haben nur ein Druckmittel benutzt. Machen doch unsere
Politiker genauso, z.B. DatenCD aus der Schweiz. Nach Ankündigung gibts Selbstanzeigen, aber hat schon mal einer was davon gehört oder gelesen dass jetzt plötzlich 600 Steuersünder abgeurteilt wurden? Ich noch nicht...... Der Druck reicht aus für ein paar Schäuble-Millionen
mehr
Kommentar melden
SindbadSeefahrer schrieb:
am 24. November 2011 um 15:32:09
(4)
(8)
Hacker?
Gebe hiermit beschämt zu: Ich bin ein Hacker - ich habe schon sehr oft Holz gehackt :(
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

6 Fl. 2010er Condesa Eylo Verdejo + Karaffe für nur 39,- € statt 72,30 €. von Hawesko
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Endlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Volle Kostenkontrolle. von congstar.de
Modische Herrenanzüge von Daniel Hechter für Business und beson-
dere Anlässe. zum Special
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr
Neues Oberklassen-Smartphone mit 4,7-Zoll-Display. zum Video