30.08.2011, 16:28 Uhr | pcwelt.de
AMD A8-3850 versus Intel Core i3-530 (Foto: pcwelt)
AMDs A-Serie, Codename Llano, integriert auf einem 32-nm-Siliziumplättchen vier CPU-Kerne, einen Radeon-HD-6500-Grafikkern sowie Schnittstellen für Speicher-, Grafik- und Peripherieanbindung. Die CPU-Kerne der A-Serie basieren auf der Phenom-II-Architektur, müssen allerdings aus Platzgründen auf den dreistufigen Pufferspeicher verzichten. Stattdessen greifen alle A-Kerne gemeinsam auf einen ein Megabyte großen L2-Cache zu.
Insgesamt vier CPUs der A-Serie bietet AMD zum Start an: A6-3600, A6-3650, A8-3800 und A8-3850. Die 65-Watt-Modelle A6-3600 und A8-3800 beherrschen die automatische Übrtaktungsfunktion Turbo Core: Der A6-3600 kann seine Grundtaktfrequenz von 2,1 auf 2,4 GHz bei einzelnen Kernen erhöhen. Beim A8-3800 mit 2,4 GHz Grundtaktfrequenz erhöht Turbo Core auf 2,7 GHz. Die Modell A6-3650 und A8-3850 müssen ohne Turbo Core auskommen. Dafür besitzen die 100-Watt-CPUs mit 2,6 beziehungsweise 2,9 GHz bereits eine höhere Taktfrequenz.
Aufgrund des integrierten DirectX-11-Grafikkerns muss AMD bei der A-Serie auch den bewährten Prozessorsteckplatz AM3 ausmustern. Stattdessen nehmen die A-Prozessoren im neuen Sockel FM1 mit 905 Signalkontakten Platz. Die Modellpalette der A-Serie unterteilt AMD aufgrund der Leistungsfähigkeit des Grafikkerns in A6- und A8-Varianten. Die A6-CPUs verwenden den Radeon HD 6530D mit einem Chiptakt von 443 MHz und 320 Shader-Einheiten. Die A8-Modelle nutzen den stärkeren Radeon HD 6550D mit einem Grafikchiptakt von 600 MHz und 400 Shader-Einheiten.
Die Prozessoren der A-Serie integrieren einen Dual-Channel-Speicher-Controller für DDR3-Speichermodule mit Datentaktfrequenzen von 1066, 1333, 1666 und 1866 MHz. DDR3-1866 unterstützt der Speicher-Controller allerdings nur, wenn für jeden Kanal ein Speicherriegel aktiv ist. Ebenfalls im Prozessor integriert ist eine x16-PCI-Express-2.0-Schnittstelle, über die sich eine Grafikkarte direkt ansteuern lässt.
Im Duell der Prozessoren mit integrierter Grafik tritt das AMD-Spitzenmodell A8-3850 (Straßenpreis: rund 110 Euro) mit 2,9 GHz gegen das i5-Flaggschiff der Baureihe Sandy-Bridge an, dem Intel Core i5-2500K mit 3,3 GHz zu einem Straßenpreis von rund 170 Euro. Was die reine Prozessor-Rechenleistung betrifft, lag der AMD A8-3850 fast auf dem Niveau des hauseigenen AMD Phenom II X4 945. Mit dem höher getakteten Intel-Rivalen Core i5-2500K konnte der A8 nicht mithalten und war im Schnitt 30 Prozent langsamer.
Beim Vergleich der integrierten Grafikkerne hat AMD die Nase vorn: Im Durchschnitt war der AMD A8-3850 mit seinem Grafikkern HD 6550D bei allen Tests unter DirectX knapp doppelt so schnell wie Intels Core i5-2500K mit seinem Grafikkern HD 3000 Graphics.
Die AMD-Plattform, basierend auf der Hauptplatine Asrock A75 Pro4, bestückt mit vier Gigabyte DDR3-Speicher bei sonst identischer Ausstattung, verbrauchte mit dem A8-3850 im Leerlauf sehr niedrige 47 Watt. Noch sparsamer war die Intel-Plattform auf Basis der Hauptplatine Asus P8P67 Deluxe mit vier Gigabyte DDR3-Speicher bei sonst identischer Ausstattung. Mit dem Intel Core i5-2500K benötigte diese Plattform nur 34 Watt.
Bei voller CPU-Auslastung kletterte die Leistungsaufnahme des AMD-Systems auf 127, während die Intel-Plattform lediglich 96 Watt aus dem Netzteil saugte. Bei voller Spielelast verbrauchte das System des AMD A8-3850 mit 128 Watt ebenfalls deutlich mehr als die Test-Plattform des Intel Core i5-2500K mit moderaten 78 Watt. Allerdings erzielte die AMD-CPU hier im Schnitt gut die doppelte Rechenleistung.
Prozessoren mit Grafikkern | AMD A8-3850 | Intel Core i5-2500K |
CINEBENCH 11.5 (Multi-CPU) Punkte | 3,12 | 5,09 |
iTunes 8.2 (WAV zu MP3) s | 55 | 34 |
iTunes 8.2 (HD-Video zu iPod-iPhone) s | 107 | 68 |
3DMark Vantage (Overall) Punkte | 3861 | 1693 |
3DMark Vantage (GPU) Punkte | 3210 | 1301 |
3DMark 06 (Overall) Punkte | 6253 | 4251 |
3DMark06 (CPU) Punkte | 4032 | 5995 |
3DMark06 (Direct3D, SM2.0) Punkte | 2114 | 1385 |
3DMark06 (Direct3D, HDR SM3.0) Punkte | 2574 | 1634 |
Crysis - 800x600 (Low Quality) Bilder/s | 105 | 60 |
Crysis - 1024x768 (Medium Quality) Bilder/s | 49 | 20 |
Crysis - 1280x1024 (High Quality) Bilder/s | 16 | 8 |
Resident Evil 5 (Test 2 - 1280 x 1024) Bilder/s | 36 | 20 |
SPECviewperf 10 (Szene proe-04) Bilder/s | 11,4 | 2,3 |
Quelle: PC-Welt
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