16.01.2009, 10:32 Uhr | pcwelt.de
Günstiges Aldi-Notebook mit Blu-Ray-Player (Foto: pcwelt)Der Discounter Aldi startet mit seinem ersten Notebook-Angebot ins neue Jahr. Ab dem 19. Januar wird der Discounter ein Notebook für 699 Euro anbieten. Trotz des niedrigen Preises verfügt der tragbare Rechner über einen Blu-ray-Player. Doch ist das Notebook wirklich sein Geld wert?
Aldi verkauft das Medion Akoya P7610 für 699 Euro in seinen Nord-Filialen. Ob der tragbare Rechner auch im Süden erhältlich sein wird, bleibt abzuwarten. Bis dato findet sich auf der Internetseite von Aldi Süd jedenfalls noch kein Hinweis. Auf den ersten Blick fallen gleich zwei positive Merkmale des Notebooks auf: Das 17-Zoll-Gerät wird inklusive Blu-ray-Player und 9-Zellen-Akku ausgeliefert. Das ist bei einem Notebook in dieser Preisklasse durchaus bemerkenswert. Ein genauerer Blick zeigt allerdings: Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Klick-Show Hard- und Software des neuen Aldi-Notebooks
Im Vergleich zum Aldi-Notebook vom Dezember ist das neue Angebot trotz des Blu-ray-Players zwar 100 Euro günstiger, dafür wurde aber auch entsprechend bei der Ausstattung gespart. Das macht sich bereits bei der CPU bemerkbar: Statt dem ansonsten üblichen Prozessor aus der Core2Duo-Familie reicht es bei neuen Aldi-Notebook nur für ein schwächeres Einsteiger-Modell. Der ist mit 2,16 GHz getaktet ist und verfügt nur über 1 MB L2-Cache.
Auch bei der weiteren Ausstattung des Akoya P7610 machte Medion Einschnitte. So verfügt das Notebook "nur" über 3 GB Arbeitsspeicher, nachdem zuletzt 4 GB Arbeitsspeicher spendiert wurden, und über die schwächere Grafiklösung mit 512 MB Videospeicher. Vom Tempo her ist der Chip mit der Mittelklasse-DirectX-10-Grafik Geforce 8600M GT vergleichbar. Bei halbwegs aktuellen DirectX-9-Spiele müssen Abstriche bei der Qualität und Auflösung hingenommen werden. Für DirectX-10-Spiele ist der Chip zu langsam.
Der im neuen Aldi-Notebook mitgelieferte Blu-ray-Player wird teuer erkauft: An der restlichen Ausstattung wurde deutlich gespart. Das einzige HD-taugliche an dem neuen Aldi-Notebook ist damit auch letztendlich nur der Blu-ray-Player selbst, denn der beherrscht nur eine Auflösung von 1440x900 Pixel und damit kein FullHD (1080p).
Um Blu-ray-Filme abspielen zu können, sind sowohl die Rechenpower der CPU als auch der Grafikchip gefragt. Beides geht auf Kosten der Akku-Laufzeit. Da ist es natürlich logisch (eher sogar zwingend), dass in dem Rechner ein 9-Zellen-Akku steckt. Damit wird zumindest erreicht, dass - wer mit vollem Akku beginnt unterwegs einen Blu-ray-Film anzusehen - den Film auch komplett ansehen kann, bevor der Akku leer ist. Der 9-Zellen-Akku hält in solchen Fällen bis zu 2 1/2 Stunden. Allzu lang darf der Film also trotz 9-Zellen-Akku nicht sein.
Die letzten Notebooks hatte Aldi außerdem mit mehr Arbeitsspeicher (4 GB) und auch inklusive der 32- und 64-Bit-Fassung von ausgeliefert. Bei dem neuen Aldi-Notebook reicht es nur für 3 GB Arbeitsspeicher, was allerdings zu verschmerzen ist, weil Aldi dieses Mal den Rechner ohnehin nur mit der 32-Bit-Fassung von Vista ausliefert.
Ohne den Blu-ray-Player wäre der Aldi-Rechner für 699 Euro von der Ausstattung her völlig überteuert. Damit ist das Angebot auch nur für die Käufer interessant, die sich vorrangig für ein Notebook mit Blu-ray-Player interessieren. Im Übrigen sind im Preis drei Jahre Garantie inklusive ganzjährig erreichbarer Hotline enthalten.
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