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Aldi-PC Medion Akoya P4010 D - All-in-One-PC mit Touchscreen im Test

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Medion Akoya P4010 D - Ergonomie, Bild und Fazit

12.11.2009, 11:43 Uhr | pcwelt.de

Der Medion Akoya P4010 D verbraucht im Desktop-Modus 72,7 Watt. Dieser Wert liegt – verglichen mit anderen All-In-One-PC – im guten Durchschnitt. Die bisher von uns getesteten All-In-One-PC dieser Preisklasse lagen hier zwischen 40 und 138 Watt. Lediglich All-In-One-PC mit Nettop-Komponenten können einen Verbrauch zwischen 26 und 40 Watt im Desktop-Betrieb vorweisen. Erstaunlich niedrig bleibt der Stromverbrauch des Medion Akoya P4010 D unter Volllast: Maximal 93,5 Watt haben wir gemessen – und dies inklusive Bildschirm und aktiviertem WLAN. Der Dell XPS One 24 hatte hier im Vergleich mit 188,8 Watt gut das Doppelte an Energie aus der Steckdose gezogen.

Das Netzteil des Medion Akoya P4010 D hat einen eigenen Schalter – dies treffen wir bei externen Netzteilen von All-In-One-PC, Nettops und Notebooks nur sehr selten an. Der Vorteil: Stellen Sie diesen Schalter bei ausgeschaltetem PC auf null, zieht der Medion Akoya P4010D MD 8850 überhaupt keine Energie mehr aus dem Stromnetz. Bei ausgeschaltetem PC und eingeschaltetem Netzteil verbraucht das Gerät 2,1 Watt – das ist akzeptabel. Mit 6,2 Watt übermäßig hoch ist allerdings der Verbrauch im Standby – ähnlich ausgestattete All-In-On-PC liegen hier bei etwa 3 Watt.

Betriebsgeräusch

Bei den Kühlkomponenten im Akoya P4010 D hat Medion auf einen leisen Betrieb Wert gelegt: Im Desktop-Modus säuselt der All-In-One-PC mit 19,6 dB(A) nahezu unhörbar. Auch unter Volllast rauschen die eingebauten Lüfter nur unmerklich lauter. Als deutlich vernehmbare Geräuschquelle kommt hier allerdings das Knattern der Festplatte hinzu. In der Schallmesskammer bekommt der Medion Akoya P4010D MD 8850 dafür dann prompt die Quittung:

28,2 dB(A) haben wir unter Last gemessen. Die Festplattenaktivität bleibt also auch bei der Medienwiedergabe ständig hörbar. Ein Beispiel dafür ist die bei Windows 7 – ebenso wie bei Vista – standardmäßig aktivierte Defragmentierung der Festplatte nach Zeitplan. Möchten Sie diese mitunter unvermittelt auftretende Geräuschquelle beim Medion Akoya P4010 D unterbinden, können Sie im Startmenü unter Zubehör > Systemprogramme > Defragmentierung den Zeitplan zur Defragmentierung deaktivieren.

HD-Videos auf dem Medion Akoya P4010 D

Unseren Full-HD-Test bestand der Aldi-PC Medion Akoya P4010 D mit der Note "gut". Über unser externes Blu-ray-Laufwerk konnte der All-In-One-PC von Aldi keine Blu-Ray-Filme wiedergeben. Auf dem Medion Akoya P4010 D ist zwar Cyberlink Power DVD 9 installiert, allerdings nicht die für Blu-ray notwendige Ultra-Version des Video-Abspielprogramms. Nach der Installation der Ultra-Version konnte der Medion Akoya P4010 D dann aber nahezu ruckelfrei unsere Testscheiben Casino Royale und Pat Metheny Group: The way up - live darstellen.

Überwiegend flüssig spielte der Medion Akoya P4010 D auch 1080p- und 720p-Videodateien in den gängigen HD-Kompressionsformaten Divx, H.264/MPEG-4 AVC und WMV 9 ab. Das galt auch für die beliebtesten Container-Formate AVI, MOV und MKV. Allerdings trübten gelegentlich auftretende kleine Ruckler den Filmgenuss – insbesondere bei mehreren Gigabyte großen MKV-Videos kam der Medion Akoya P4010 D ab und an aus dem Takt. Die CPU-Auslastung bei der Full-HD-Wiedergabe lag meist bei circa 20 Prozent, schnellte aber einige Male auch auf über 70 Prozent hoch.

Bildschirmqualität

In einer normalen Büro- oder Wohnzimmer-Umgebung ist die Helligkeit des eingebauten Displays beim Medion Akoya P4010D MD 8850 in Ordnung. Die von uns gemessene durchschnittliche Helligkeit liegt bei 169,78 cd/m2. Lediglich bei starker und direkter Sonneneinstrahlung ist die Helligkeit des eingebauten Displays zu schwach. Achten Sie bei der Aufstellung also möglichst darauf, dass kein direktes Sonnenlicht auf den Bildschirm fällt. Stellen Sie den Medion Akoya P4010D MD 8850 aus ergonomischen Gründen am besten rechtwinklig zur Lichtquelle auf.

Kontrastwerte lassen zu wünschen übrig

Die Helligkeitsverteilung des Medion Akoya P4010D MD 8850 ist mit 82,1 Prozent in Ordnung. Nur zu den Rändern hin wird das Display etwas dunkler – eine durchschnittliche Abweichung der Helligkeit von 7,48 cd/m2 haben wir gemessen. Das Kontrastverhältnis ist mit 415:1 allerdings nicht besonders hoch; der ebenfalls von uns getestete Medion Akoya E1011 konnte hier mit einem Wert von 815:1 mehr überzeugen.

Intuitive Touchscreen-Bedienung

Der Touchscreen des Medion Akoya P4010D ist intuitiv zu bedienen und reagiert sehr schnell auf die Fingereingabe. Unter Windows 7 sind – im Gegensatz zu XP und Vista – auch die Menüs und Symbole groß genug für etwas dickere Finger. Das Display unterstützt allerdings kein Multitouch. Medion teilte uns auf Anfrage mit, dass es sich hierbei um eine Limitierung der verwendeten Hardware handelt, die nichts mit der Softwareausstattung zu tun hat.

Fazit zum Aldi-PC Medion Akoya P4010 D

Aldi hat mit dem Medion Akoya P4010 D einen überzeugenden Preis-Knaller im Sortiment – so viel PC fürs Geld hatten wir schon lange nicht mehr im Testcenter. Wenn Sie mit dem Kauf eines All-In-One-PC liebäugeln, dürfen Sie hier bedenkenlos zuschlagen: Für einen vergleichbar ausgestatteten All-In-One müssen Sie bei der Konkurrenz deutlich mehr hinblättern. Aldi hingegen offeriert für 699 Euro einen klug konfigurierten Alleskönner, der dank seiner Multimedia-Eigenschaften Stereoanlage, Fernseher und Videorekorder ersetzen kann. Dafür verleihen wir dem Medion Akoya P4010 D unseren Preis-Tipp. Der schicke All-in-One macht aber auch in der Küche als Surf- und Abspielstation eine gute Figur.

Insbesondere die Terabyte-Festplatte, die gute Schnittstellen-Ausstattung mit 7 USB-Buchsen und der TV-Empfänger sind ein Kaufkriterium. Für ein Medienabspielgerät ist der Medion Akoya P4010D perfekt konfiguriert, lediglich für 3D-Anwendungen und Computerspiele ist die Rechenleistung zu schwach. Bei der Full-HD-Wiedergabe traten nur vereinzelt Ruckler auf – in der Preisklasse des Medion Akoya P4010D können Sie auch nicht die Leistung eines All-In-One-PC erwarten, der das Doppelte oder Dreifache kostet.

Kritikpunkte sind das 32-Bit-Betriebssystem in Verbindung mit 4 GB Arbeitsspeicher. Schade, dass Medion auf die gute Tradition verzichtet hat, eine zusätzliche Recovery-DVD mit der 64-Bit-Variante beizulegen. Zudem sollte ein moderner PC heutzutage auch eine eSATA-Schnittstelle zum Anschluss externer Laufwerke besitzen.

Neben dem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt der Medion Akoya P4010 D vor allem durch den niedrigen Stromverbrauch und das unauffällige Betriebsgeräusch. Lobenswert ist der Schalter am Netzteil. Für seine hervorragenden Ergonomie-Eigenschaften verleihen wir dem Medion Akoya P4010 D unseren eco2-Award für besonders umweltfreundliche Hardware. Im Desktop-Betrieb säuselt der Medion Akoya P4010 D nahezu unhörbar, ein kleiner Wehrmutstropfen ist die knatternde Festplatte. Das Display ist hell genug für die Medienwiedergabe, lediglich das Kontrastverhältnis ist etwas gering. Die Multitouch-Funktion wäre natürlich schön gewesen, bei einem PC dieser Preisklasse ist dies allerdings noch Zukunftsmusik.

Alternativen

Der HP Touchsmart IQ820 hat eine deutlich bessere Rechenleistung, kostet mit knapp 1800 Euro aber mehr als das Doppelte. Der Medion Akoya E1011 ist 100 Euro billiger, hat aber ein kleineres Display ohne Touchscreen.


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