29.07.2011, 17:27 Uhr | Damian Robota
Der Conficker-Wurm wurde auf einem 4-in-1-Laufwerk bei Aldi entdeckt. (Bild: Aldi Australien)
Böse Überraschung für Aldi-Kunden in Australien: Der Discounter hat eine externe 320GB-Festplatte ausgeliefert, auf der von Werk aus der gefährliche Computerwurm Conficker gespeichert war. Aldi Australien reagierte sofort und entfernte die Hardware aus seinen Filialen.
Der Computerwurm Conficker verbreitete sich in Australien über einen ungewöhnlichen Weg. Die Schadsoftware war auf zahlreichen externen Festplatten gespeichert, die der Discounter Aldi für 99 australische Dollar verkaufte. In einzelnen Filialen sortierte der Discounter die Geräte bereits aus. Über eine Rückrufaktion fordert Aldi derzeit die infizierten Festplatten von australischen Kunden zurück. Die betroffene Hardware – ein graues 4-in-1-Laufwerk inklusive 320GB-Festplatte, DVD-Laufwerk, USB-Anschlüssen und Kartenlesegerät – ist nach wie vor im Online-Shop von Aldi Australien gelistet.
Der Virus geriet bereits im Werk auf die Festplatten. Da Aldi die Hardware vor dem Verkauf nicht kontrollierte, kam Conficker zunächst ungehindert in zahlreiche Einkaufwagen und anschließend auf Kunden-Computer. Aktuelle Antivirus-Programme schlagen beim Anschließen der infizierten Festplatte sofort Alarm, sodass womöglich viele Kunden nach dem Kauf des Gerätes vor dem Virus gewarnt wurden. Das Formatieren der Festplatte entfernt den Wurm.
Der Conficker-Wurm erschien erstmals im November 2008. Im darauffolgenden Jahr hat sich der Virus stark verbreitet und Millionen Rechner erfasst. Angreifer können mit der Schadsoftware die Kontrolle über Computer übernehmen und Konten bei Banken verschiedener Länder plündern. Obwohl der Wurm Sicherheitsprogrammen bekannt ist, wird dieser immer noch im Internet verbreitet.
Datenspeicher sind immer wieder ab Werk mit gefährlichen Schädlingen verseucht. Das mussten auch im Jahr 2007 Weihnachtseinkäufer in den USA schmerzlich feststellen. Zahlreiche über die Feiertage gekaufte digitale Bilderrahmen hatten einen sich selbst verbreitenden Virus im Gepäck. Auch in den Niederlanden vertriebene externe Festplatten des zu Seagate gehörendem Unternehmen Maxtor waren ab Werk mit einem Virus infiziert.
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Damian Robota
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