11.03.2010, 11:39 Uhr | Andreas Lerg/bd
Dubioses Fax von "Yellow Publishing": Wer darauf reinfällt muss über 2000 Euro zahlen. (Screenshot: t-online.de)
Wer in diesen Tagen ein Fax der "Yellow Publishing Ltd." erhält, sollte besonders auf der Hut sein. Was sich als "Datenmeldung ohne zusätzliche Kosten" bei Google. präsentiert, ist ein Wirklichkeit ein perfider Trick von Adressbuch-Abzockern, gutgläubigen Opfern mehrere Tausend Euro abzuknöpfen.
Vor allem bei Kleinbetrieben treffen derzeit Werbefaxe der "Yellow Publishing Ltd." an. Mit dem Angebot der "Datenmeldung an www.google.de" wecken die Absender den Eindruck, für eine optimale Platzierung des Firmeneintrages in der Suchmaschine zu sorgen. Mit dem Formular soll das Opfer sich angeblich bei Google mit allen Daten und einer Wunschliste von Suchbegriffen eintragen lassen können.
Das Kleingedruckte lässt schnell erahnen, dass Google hier nur den Lockvogel spielen darf. Die Anmeldung bei Google, so erfährt der Leser, ist nur eine "Zusatzleistung". Erst am Ende des Textes lassen die Verfasser die Katze aus dem Sack:: In Wirklichkeit gibt der Unterzeichner einen Brancheneintrag im Online-Verzeichnis www.made-in.cc in Auftrag - einem dubiosen Adressengrab, das vor allem einen Zweck hat: Seinen Anbietern eine Menge Geld ohne Gegenleistung einzubringen. Der Internetdienst webtrafficagents.com verzeichnet für made-in.cc täglich gerade mal 13 Besucher. Den Eintrag lassen sich die Hintermänner dennoch fürstlich entlohnen: Bei Unterschrift werden zwei Jahre lang monatlich 89 Euro fällig, insgesamt 2136 Euro. Wer zuvor nicht rechtzeitig kündigt, muss ein weiteres Jahr zahlen.
Als Absender der dubiosen Faxe tritt die "Yellow Publishing Ltd." mit Sitz im britischen Manchester auf. Das Unternehmen ist für diese Art von Adressbuch-Abzocke schon länger bekannt. Früher hieß die Firma Marketing Solutions & Business Communication Ltd. und lockte mit angeblich kostenlosen Einträgen im Branchenverzeichnis gelbeseiten.ag in die Falle. In den damaligen Faxnachrichten wurde der Anschein erweckt, es ginge um Einträge im bekannten Branchenbuch Gelbe Seiten. Dem Empfänger des Faxes täuschten die Betrüger vor, er solle nur eben die Korrektheit seiner Daten per Unterschrift bestätigen. Wer glaubte, es ginge um die echten Gelben Seiten, schloss damit ebenfalls einen teuren Vertrag ab.
Die Adressbuchabzocker haben seit je her vor allem kleine Firmen und Betriebe im Visier. Hier hoffen die dubiosen Geschäftemacher auf unerfahrene und naive Opfer zu treffen, die gutgläubig das ausgefüllte unterschrieben Fax zurück senden. Hat die Falle zugeschnappt, werden die Opfer mit einer Rechnung und bald danach mit drastisch formulierten Mahnungen unter Druck gesetzt, um sie zur Zahlung zu treiben. Denn die Abzocker wissen genau, dass die Verträge durch die bewusst irreführenden Formulierungen der Faxwerbung anfechtbar sind. Wer sich wehrt und der Gültigkeit des Vertrages widerspricht, muss nicht bezahlen.
Andreas Lerg/bd
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.
Die kuriosesten Funde aus Google Street View. Foto-Show (73 Bilder)
Uhren, Taschenrechner und mehr: die besten Gadgets. zum Video
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr