10.06.2009, 08:33 Uhr | Sascha Plischke
Adobe stopft Sicherheits-Löcher im PDF-Reader.Softwarehersteller Adobe schließt mit einem neuen Patch gleich dreizehn Sicherheitslücken in seinen PDF-Programmen. Sowohl der Adobe Reader als auch die professionelle Acrobat-Suite erhalten Updates, mit denen die Programmierer mehrere als kritisch eingestufte Lücken schließen. Einige der Schwachstellen könnten von Hackern bereits ausgenutzt werden – gerade der Adobe Reader war in den vergangenen Monaten immer häufiger das Ziel von Malware-Attacken.
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Adobe empfiehlt allen Nutzern von Adobe Reader und Acrobat, die Patches umgehend zu installieren. Sowohl Windows-Nutzer als auch Anwender mit einem Mac seien von den Lücken betroffen. Viele der Schwachstellen können, entsprechend ausgenutzt, Kriminellen vollen Zugang zu den Computern ihrer Opfer gewähren. Zwar werde nach bisherigem Kenntnisstand von Adobe noch keine der nun geschlossenen Lücken ausgenutzt – jedoch ist dies oft nur eine Frage von wenigen Stunden.
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Update für Adobe Reader | Update für Adobe Acrobat
Nach Veröffentlichung der Schwachstellen im Zuge eines Sicherheitsupdates stürzen sich Online-Kriminelle auf eben diese neuen Angriffspunkte. Dabei versuchen sie, so viele Nutzer wie möglich zu attackieren, bevor diese den Patch installieren. Hinzu kommt, dass sich der Adobe Reader immer mehr zu einem Lieblingsziel der Hacker mausert. Schwachstellen lassen sich hier ganz einfach mit manipulierten PDF-Dateien ausnutzen, die heimlich und im Hintergrund beim Besuch einer Seite geöffnet werden. Angriffe dieser Art haben in den vergangenen Monaten stark zugenommen, auch weil Lücken in den Browsern wegen einer rigorosen Update-Politik der Hersteller immer seltener werden.
Unter anderem deshalb will Adobe nun, ähnlich wie Microsoft, in regelmäßigen Abständen Sicherheitsupdates veröffentlichen. Mit einem solchen Patchday sollen die Anwender vor der immer aggressiveren Hacker-Gemeinde geschützt werden. Doch auch die Kriminellen intensivieren ihre Anstrengungen: Erst kürzlich hatte der Sicherheitsdienstleister G-Data einen groß angelegten Angriff entdeckt, bei dem Kriminelle verseuchte PDF-Dateien auf Erotik-Seiten platziert und diese Seiten dann mit legalen Mitteln weit oben in den Suchergebnissen von Google untergebracht hatten. Das Perfide an solchen Angriffen ist, dass der Anwender davon nichts bemerkt. Er arbeitet ungestört weiter, während im Hintergrund ein Trojaner private Daten stiehlt oder den Computer zum Teil eines macht.
Ein andere Methode zum Schutz vor einem Angriff über solche Lücken ist der Umstieg auf eine der zahlreichen Freeware-Alternativen zum Adobe Reader. Diese Programme sind von vielen Lücken nicht betroffen, die Adobe-Produkte plagen. Außerdem ist zur Sicherheit die Installation eines aktuellen Anti-Viren-Programms oder eine Auffrischung der Viren-Informationen schon installierter Sicherheits-Software sinnvoll. Abgesehen davon sollten Nutzer aber auf ihren gesunden Menschenverstand vertrauen: Öffnen Sie keine Dateien im Anhang von E-Mails, deren Absender sie nicht kennen. Löschen Sie solche E-Mails ungelesen.
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Freeware-Alternativen zum Adobe Reader
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Sascha Plischke
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