16.03.2011, 09:00 Uhr | Andreas Lerg
Hacker greifen mit verseuchten E-Mails an. (Bildmontage: t-online.de)
Online-Kriminelle nutzen eine neue Sicherheitslücke in Adobes Flash Player aus, die zudem auch im PDF-Reader klafft. Derzeit machen Spammails mit entsprechend präpariertem Anhang die Runde. Betroffen sind alle Betriebssysteme inklusive des Google Handy-Betriebssystems Android. Sicherheitsexperten erwarten, dass diese Lücke bald in großem Stil angegriffen wird.
Adobe warnt vor einer neu entdeckten Sicherheitslücke im Flash Player und im Adobe Reader und stuft diese Lücke selbst als kritisch ein. Die Lücke steckt in der Systemdatei AuthPlay.dll die für die Darstellung von Flash-Inhalten auch in PDF-Dokumenten zuständig ist. Online-Kriminelle nutzen die Schwachstelle bereits aus. Derzeit kursieren Spammails, die eine manipulierte Excel-Tabelle als Anhang enthalten. An dieser Tabelle hängt ein speziell präpariertes Flash-Video. Startet der Nutzer dieses Video stürzt die Flash-Anwendung ab und danach können die Angreifer die Kontrolle über den Computer übernehmen.
Wie so oft sind alle Betriebssysteme betroffen, für die es den Flash Player gibt. Neben der aktuellen Flash Player Version 10.2.152.33 für Windows, Mac OS X und Linux ist auch Version 10.1.106.16 für Smartphones und Tablet-Computer mit Google Android betroffen. Flash ist im Internet weit verbreitet und sorgt für die Darstellung von Multimedia-Inhalten wie Videos. Die Experten der Computersicherheits-Organisation CERT in Österreich gehen davon aus, dass die Angriffe auf die Lücke bald stark zunehmen werden.
Adobe arbeitet laut eigenen Angaben derzeit an einem Update für den Flash Player, das ab dem 21. März ausgeliefert werden soll. Ein Update für den ebenfalls betroffenen Adobe Reader ist für Mitte Juni geplant. Die präparierten Excel-Dateien, die bisher als E-Mail-Anhang im Umlauf sind, können von den Angreifern auch problemlos auf Internetseiten eingebaut werden. Um zu verhindern, dass der Browser Flash-Dateien automatisch abspielt, gibt es für den Firefox-Browser beispielsweise das Add-on Flashblock. Damit werden Flash-Dateien erst dann abgespielt, wenn der Nutzer diese gezielt anklickt. Im Internet Explorer lässt sich Adobe Flash über die Add-on-Verwaltung des Browsers deaktivieren.
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Angriffe auf den Flash Player und den Adobe Reader haben in der Vergangenheit stark zugenommen. Laut einer Studie des Anbieters für Sicherheitssoftware Symantec gingen im Vorjahr rund die Hälfte aller Hackerattacken aus dem Internet auf das Konto manipulierter PDF-Dateien. Computernutzer können das Risiko bei der Nutzung von PDF und Flash senken, indem sie ein alternatives PDF-Programm verwenden. Einige Schwachstellen sind allerdings im PDF-Format selbst begründet. In einem solchen Fall hilft nur besondere Vorsicht im Umgang mit unbekannten Dokumenten. Grundsätzlich sollte auf jeden Computer immer ein stets aktualisierter Virenscanner im Einsatz sein, der manipulierte Dateien frühzeitig erkennen kann. Auch die Verwendung aktueller Browser-Programme wie beispielsweise Internet Explorer 9 tragen zum besseren Schutz gegenüber infizierten Internetseiten bei und wehren mitunter schadhafte Downloads ab.
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Andreas Lerg
Computer Michel schrieb:
am 4. April 2011 um 21:58:56
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@Berni
Ich arbeite mit Adobe Produkten & von wegen durch Freeware ersetztbar ! - & an euch alle ich werde MS überzeugen das ich euch einen
PC-Schnellkurs auf das Auge Drücke diese gleich nach dem Start erscheint und nicht wegklickbar ist. Für die Sicherheit aller setzte ich mich gerne ein. MS Deutschland macht euch schon mal berreit, ich will diese Möchtegerne schulen, damit entlich Ruhe ist. Denn ich kann den Plödsinn von einigen nicht mehr ertragen. Bildung bekommt Ihr jetzt, ob ihr wollt oder nicht
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Berni schrieb:
am 18. März 2011 um 23:22:14
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Adobe
Klar, Adobe ist teuer, hat fiese Lücken und kann 100 % durch Freeware ersetzt werden. Nur der Flashplayer....Alternative?????
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Flash-Muffel schrieb:
am 17. März 2011 um 09:06:05
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64 Bit
Mit W7 64 bit bleibt man bislang vom Flash Player verschont, weil die bisherige unsauber programmierte 32-bit-Spionageversion dieses
Fasttrojaners unter dem 64 bit Internet Explorer nicht läuft -warum wohl? Ständig wird man dazu aufgefordert, doch den 32 bit Explorer zu nutzen, damit der Flash Player installiert werden kann. Genau dies tue ich aber nicht, weil ich so Ruhe vor dem ganzen ungebetenen Animationsmist habe und auch weit weniger ausspioniert werden kann.
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