29.08.2011, 13:33 Uhr | Yaw Awuku
IBM verbaut 200.000 Festplatten zu einem neuen Rekord-Speicher. (Quelle: imago)
Das hat es noch nie gegeben: 200.000 herkömmliche Festplatten sollen im Verbund den größten Speicher der Welt bilden. Wie das Magazin "Technology Review" berichtet, wird der Rekord-Speicher von IBM 120 Petabyte an Daten aufnehmen können – das sind über 125 Millionen Gigabyte. Damit würde der Datengigant die Kapazitäten der bisher größten Speichersystem um fast das Zehnfache übertreffen.
Den bisher größten Datenspeicher der Welt entwickelt IBM in seinem Forschungszentrum Almaden im US-Bundesstaat Kalifornien. Der 120 Petabyte große Speicher soll in Zukunft Platz für eine Trillion Dateien bieten. Auf dem digitalen Speichersystem ließen sich aber auch 24 Milliarden MP3s mit einer Dateigröße von jeweils fünf Megabyte speichern. Eine Kopie der WayBack Machine, dem größten Internet-Archiv mit 150 Milliarden Internetseiten, könnte locker 60 mal auf dem Speicher-Riesen abgelegt werden. "Dieses 120 Petabyte-System bewegt sich schon am Rande des Wahnsinns", kommentierte Bruce Hilsberg sein Projekt. Allein das Verwaltungssystem für alle gespeicherten Dateien benötigt zwei Petabyte Speicher.
Der Verbund von 200.000 Festplatten zu einem großen Speicherlaufwerk stellte die Entwickler vor einige Herausforderungen. So ist es wahrscheinlich das einzelne Festplatten von Zeit zu Zeit ausfallen. So kann es leicht zu Datenverlusten kommen. Eine bewährte Lösung für dieses Problem ist ein so genanntes RAID-System, bei dem von jeder Datei Kopien auf unterschiedlichen Festplatten angelegt werden. Leider kann dieser Vorgang auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Speichersystems drosseln. IBM setzt daher ein selbst entwickeltes Dateisystem namens GPFS ein, das außergewöhnlich hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreicht. Mithilfe dieses Systems konnten die Forscher 10 Milliarden Dateien innerhalb von 43 Minuten indizieren. Der bisherige Rekord lag bei einer Milliarde Dateien in drei Stunden.
Zu welchem Zweck IBM den Super-Speicher baut, ist nicht bekannt. Das Projekt wurde von einem anonymen Kunden in Auftrag gegeben. Speichersysteme mit derartigen Ausmaßen sind vor allem bei komplexen Simulationen natürlicher Phänomene gefragt. IBMs Speichergigant könnte etwa bei der Analyse von Wetterdaten und Klimaveränderungen helfen. Auch Supercomputer, die für die Analyse von Molekülen und Genen eingesetzt werden, könnten von dem großzügigen und schnellen Speichersystem profitieren.
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Yaw Awuku
frank62 schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 21:32:30
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Don K-Os schrieb: am 29. August 2011 um 17:26:02
Der Gedanke ist gar nicht so abwegig. In 5 Jahren ein Rechnergesteuerter Bundestag ohne
Beteiligung von Politikern. Sollte dann mal was schieflaufen, einfach ins Getriebe pinkeln und Ruhe is.
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Triple M schrieb:
am 31. August 2011 um 13:35:22
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Datenmessi :-)
Jetzt findet man diese Datenmenge noch enorm. Aber ich wette in ein "paar Jährchen" ist es normal soviel in seiner
Hosentasche mitrumzuschleppen.
Mich würde aber Interessieren wozu man heutzutage solch ein Datenvolumen benötigt...
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Kai schrieb:
am 30. August 2011 um 21:13:06
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60 mal das gesamte Internet?
Wenn sie RAID 10 nehmen, dann benötigen nochmal so viele Platten oder es passt NUR noch 30 mal das Internet
drauf. Oder doch ein Software-RAID?
Aber dann bitte ein Backup nicht vergessen, falls das System mal abraucht.
Möglichst auf Bändern, weil die sind wohl am sichersten. lol
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