02.08.2011, 10:13 Uhr | dpa, AFP, dapd, t-online.de
Der 18-jährige Hacker-Sprecher "Topiary" ist auf Kaution frei. (Quelle: dapd/dapd)
"Topiary" ist wieder auf freiem Fuß: Der mutmaßliche Sprecher der Hackergruppen Lulz Security und Anonymous ist am Montag gegen Kaution freigelassen worden. Allerdings muss der 18-jährige Brite, der im Internet unter dem Decknamen "Topiary" bekannt wurde, strikte Auflagen befolgen und eine elektronische Fußfessel tragen.
Ein britisches Gericht hat den mutmaßlichen Sprecher der Hackergruppen Lulz Security und Anonymous auf Kaution freigelassen. Der Londoner Bezirksrichter Howard Riddle belegte den 18-Jährigen, der sich das Pseudonym "Topiary" zulegte, am Montag aber mit strikten Auflagen. So darf der junge Mann weder Computer noch Handy und Internet benutzen. Auch darf er niemanden bitten, dies für ihn zu tun. Außerdem muss der Hacker-Sprecher bis zum nächsten Gerichtstermin am 30. August eine elektronische Fußfessel tragen, ein nächtliches Ausgehverbot einhalten und sich im Haus seiner Mutter in England aufhalten. "Topiary" war in der vergangenen Woche in seinem Zuhause auf den schottischen Shetland-Inseln von Angehörigen einer Spezialeinheit gegen Cyberkriminalität festgenommen worden. Ihm wird unter anderem unerlaubter Zugang zu einem Computersystem vorgeworfen.
Dem 18-jährigen mutmaßlichen Sprecher der Hackerorganisationen wird vorgeworfen, unter anderem am Lahmlegen der Internetseite der britischen Behörde zur Bekämpfung organisierter Kriminalität SOCA beteiligt gewesen zu sein. Vor Gericht erschien er gelassen und bestätigte bei dem Termin lediglich seinen Namen und sein Geburtsdatum. Zu den Vorwürfen äußerte sich "Topiary" nicht. Die Gruppen Lulz Security und Anonymous hatten nach der Verhaftung ihres Mitgliedes mit einer Erklärung im Internet reagiert: "Man kann keine Idee oder Bewegung festnehmen, die dezentralisiert und ohne Führer ist." Im Juni war bereits ein weiterer mutmaßlicher Hacker im Zusammenhang mit der SOCA-Attacke festgenommen worden. Auch er kam auf Kaution frei. Zudem wurden in den USA mehrere Beschuldigte verhaftet.
Lulz Security hatte sich in der Vergangenheit zu einer Reihe spektakulärer Angriffe auf Internetseiten von Unternehmen wie Sony und Nintendo und den US-Geheimdienst CIA bekannt. Kürzlich knackte die Gruppe die Internetseite der britischen Boulevardzeitung The Sun und verbreitete eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von Medienmogul Rupert Murdoch. Die Hackergruppe Anonymous wurde bekannt durch ihre Cyber-Attacken auf Unternehmen wie PayPal und Visa. Mit sogenannten Distributed Denial-of-Service-Attacken (DDoS) überfluteten die Hacker die Internetseiten der Finanzunternehmen mit Zugriffen, bis die Server zusammenbrachen. Seit einiger Zeit gehen die Behörden verschärft gegen beide Gruppen vor. Obwohl sich Lulz Security und Anonymous unterscheiden, haben sie teilweise dieselben Mitglieder und verfassen manchmal gemeinsame Erklärungen.
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Quelle: AFP , dpa , dapd
Computer Michel schrieb:
am 3. August 2011 um 10:46:39
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Ist am Montag gegen Kaution freigelassen worden
So-So wer hat die 500.000 € Kaution den Bezahlt ???
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