14.05.2010, 09:48 Uhr | Jens Müller und Andreas Lerg
Die Filmfigur Neo in einer Szene aus dem Film Matrix. (Quelle: dpa)
Er blamierte Regierungsmitglieder und Bankenbosse, jetzt wurde seinem Treiben ein Ende gesetzt: Die Polizei hat den Finanzdaten-Hacker Neo in Lettland geschnappt. Der 31-jährige Mathematik-Student hatte über Monate hinweg brisante Daten aus dem Finanzamt gestohlen, im Internet veröffentlicht und damit für viel Aufruhr gesorgt. Nach der Festnahme des als modernen Robin Hood gefeierten Hackers kam es in Riga zu Demonstrationen.
Die lettische Polizei hat den Hacker Neo festgenommen. Der 31-jährige Mathematik-Student soll über Monate hinweg durch eine Sicherheitslücke im Finanzamt hinweg etwa 7,4 Millionen Datensätze kopiert haben. Auf Twitter veröffentlichte er die brisanten Daten, die Bankmanager und staatliche Unternehmen bloßstellten. Der Anwalt des Hackers sagte am Donnerstag einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA zufolge, dass sich sein Mandant bekenne, die Daten gestohlen und im Interesse der Öffentlichkeit veröffentlicht zu haben. Es sei aber erst festzustellen, ob es sich dabei um eine illegale Tätigkeit gehandelt habe.
Neo, benannt nach der Hauptfigur der Filmreihe Matrix, gehörte der Gruppe Fourth Awakening Peoples Army an. Über Twitter veröffentlichte er, was Manager staatlicher Firmen tatsächlich verdienen, obwohl Gehaltskürzungen versprochen wurden. Neo zeigte zudem, dass diese Unternehmen öffentlich um Unterstützung baten und heimlich große Bonuszahlungen an die Führungskräfte leisteten. Weiterhin enthüllte er, dass Banken Rettungsgelder einstrichen, ohne die dem Staat gemachten Zusagen einzuhalten. Bei all dem soll die lettische Regierung tatenlos zugesehen haben und ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen sein. Fourth Awakening Peoples Army wollte damit beweisen, dass sich die lettische Regierung nicht an die angekündigten harten Sparmaßnahmen gehalten habe. Dies war allerdings eine Auflage des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union.
Die Veröffentlichung der brisanten Daten sorgte in Lettland für großes Aufsehen. Medien bezeichneten den damals noch unbekannten Hacker als modernen Robin Hood. Wenige Stunden nach der Festnahme Neos versammelten sich nach Angaben der Nachrichtenagentur LETA über 100 Menschen vor dem Regierungsgebäude in Riga und demonstrierten für die Freilassung des "Robin Hood"-Hackers. Der Festnahme Neos ging eine Razzia bei einem lettischen Journalisten voraus, der über den Finanzdaten-Hacker im öffentlichen Sender LTV berichtet hatte.
Quelle: t-online.de
bloger61 schrieb:
am 26. Mai 2010 um 11:07:08
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neo
guter mann!
HÄTTE EINEN ORDEN VERDIENT!!!!
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Nero schrieb:
am 25. Mai 2010 um 18:21:00
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Thema: ""Robin Hood"-Hacker Neo in Lettland festgenommen
Was wollen wir mit so ein Land in der EU???
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lorena schrieb:
am 20. Mai 2010 um 03:39:48
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robin hood
Der Nobelpreis ist für diese Leistung angemessen.
Denn bei manchen Menschen beginnt das Gewissen erst dort, wo der Vorteil
aufhört. Möchte mich den vorangegangenen Ausführungen anschließen, denn Information ist die Währung der Demokratie und Tabus muß man vernichten, ohne sie zu berühren. Denn auf hundert Besserwisser gibt es nur
e i n e n Bessermacher.
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