08.07.2010, 15:08 Uhr | apn, dpa
72 Prozent aller Deutschen nutzen das Internet. (Quelle: t-online.de)
Etwa 19 Millionen Deutsche nutzen immer noch nicht das Internet. Eine große Gruppe dieser Offliner sind einer neuen Umfrage zufolge ältere Frauen. Und auch in Ostdeutschland gehen noch zu wenige Menschen das Internet: Jeder Dritte will dabei überhaupt nicht ins World Wide Web. Spitzenreiter bei der Internetnutzung bleibt nach wie vor Bremen.
In den ostdeutschen Bundesländern nutzen noch immer deutlich weniger Menschen das Internet als im Westen. Das ergibt sich aus einer repräsentativen Umfrage namens (N)Onliner Atlas 2010, die die Initiative D21 am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. "Die Schere zwischen Ost und West ist weiter gewachsen", sagte Robert Wieland vom D21-Gesamtvorstand. "Der Osten hinkt dem Westen hinterher." Spitzenreiter bei der Internetnutzung ist Bremen; auf dem letzten Platz rangiert Mecklenburg-Vorpommern.
Das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest führte für den (N)Onliner Atlas 2010 etwa 30.000 Interviews zwischen Februar und Mai dieses Jahres. Die Unterschiede bei den Antworten sind zwischen den Bundesländern erheblich. An der Spitze der Internet-Nutzung liegt nach wie vor Bremen mit inzwischen 80,2 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg (76,0 Prozent), Berlin (75,2 Prozent) und Hamburg (75,0 Prozent). Am unteren Ende stehen Mecklenburg-Vorpommern (62,7 Prozent), Sachsen-Anhalt (62,9 Prozent), Thüringen und das Saarland (jeweils 65,4 Prozent) sowie Sachsen (65,8 Prozent). Im Osten der Republik gebe jeder Dritte an, nicht ins Internet gehen zu wollen, sagte Wieland. "Viele Deutsche haben Angst vor der Nutzung des Internet, es ist ein gewisses Misstrauen vorhanden."
Fast ein Viertel (24,2 Prozent) aller Deutschen will auch in Zukunft nicht ins Netz gehen, zeigt die Umfrage der Initiative D21, einem Zusammenschluss von Wirtschaftsunternehmen und politischen Institutionen. Insgesamt nutzen laut Studie 72 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre das Internet. Im vergangenen Jahr waren es rund 69 Prozent. Dem stehen aktuell etwa 19 Millionen Deutsche, die bisher nicht im Internet angekommen sind. Vor allem bei älteren Menschen ab 50 Jahren ist der Anteil der Internetnutzer mit 49,6 Prozent relativ gering. Allerdings holen sie laut Studie gegenüber den Jüngeren deutlich auf.
Einen immer noch starken, wenn auch sinkenden Zusammenhang erkannten die Marktforscher auch zwischen dem formalen Bildungsstand und der Netznutzung. So sind 88,8 Prozent der Abiturienten und Studienabsolventen online aber nur 56,6 Prozent der Volks- oder Hauptschulabgänger. "Wir benötigen mehr Engagement in Deutschland, um das Internet nicht nur flächendeckend sondern vor allem auch unabhängig vom Bildungsstand zugänglich zu machen", erklärte der Präsident der Initiative D21, Hannes Schwaderer. Digitale Kompetenz sei eine Voraussetzung für den erfolgreichen Berufseinstieg und wichtig für Deutschland als Wissensgesellschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums Hans-Joachim Otto (FDP) kündigte an, mit der Initiative Internet erfahren noch mehr Menschen ins Internet bringen zu wollen. "Die Menschen müssen das Internet besser verstehen, um seine Risiken und seine Chancen zu erkennen und es sinnvoll nutzen zu können", sagte Otto.
Der Politiker will die Möglichkeit, Behördenvorgänge im Internet zu erledigen (E-Government), stärken. Dies könne aber dauern. "Verwaltung ist träge. Wenn man sich anschaut, wer dort arbeitet, dann dauert das eben". Zurückhaltend äußerte sich Otto zur Möglichkeit, die Bürger bei Wahlen per Internet abstimmen zu lassen. "Da gibt es noch Sicherheitsbedenken, deswegen sind wir nicht euphorisch. Aber das wird kommen", sagte Otto. Im (N)Onliner Atlas gaben 53 Prozent der Befragten an, einen "großen Mehrwert" zu sehen, wenn sie im Internet abstimmen könnten.
Wer beim Surfen nicht aufpasst, fällt schnell auf die neuen Tricks der Online-Verbrecher herein. Fiese Internet-Fallen
Quelle: dpa , dapd
Nanana schrieb:
am 8. Juli 2010 um 19:38:32
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@ horst
Englisch ist nun mal die Weltsprache, die auch jeder beherrschen sollte. Beim Reisen hindert die Ossis das kleine Sprachproblem doch
auch nicht, oder ?
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Leser schrieb:
am 8. Juli 2010 um 19:38:31
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Internet nutzungsdauer
Ich nutze das Internet zwar täglich um mich zu Informieren wo Messen abgehalten werden oder um Nachrichten zu lesen.
Allerdings sitze ich dann nicht lange vorm iMac oder mobil am MacBook Pro so 2 Stunden am Tag das reicht aus. Gut am Wochenende dann mal etwas mehr Abends nach Messe Ende. Dann sitze ich am Macbook Pro viel und schreibe das erlebte in diversen Kaufberatungs Portalen.
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Rabbit schrieb:
am 8. Juli 2010 um 19:38:09
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internetmuffel
dem kann ich nicht zustimmen,fast jeder 2 mit dem ich chatte kommt aus dem osten
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