01.02.2012, 12:21 Uhr | Andreas Lerg/t-online.de
Frankfurt am Main ist nach Köln die zweite Großstadt in Deutschland mit dem neuen, schnellen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) der Deutschen Telekom. Und das "Funk-Internet" ist auch Hoffnung für alle, die bislang von einem schnellen DSL-Anschluss nur träumen können. Der neue Standard soll auch ländliche Regionen mit Highspeed-Internet versorgen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um LTE.
LTE steht für Long Term Evolution und ist eine Technologie zur schnellen Datenübertragung im Mobilfunknetz. Anders als UMTS, das Handys und Smartphones vernetzt, ist LTE zunächst vor allem für Hausanschlüsse interessant. LTE steht daher prinzipiell in Konkurrenz zum kabelgebundenen DSL.
Als die Bundesnetzagentur im Frühjahr 2010 die Lizenzen für LTE versteigerte, machte sie den Bietern zur Auflage, via LTE zunächst die weißen Flecken auf der Landkarte der Breitband-Internetversorgung von Haushalten zu schließen – das sind vorwiegend ländliche Regionen. Erst wenn 90 Prozent der bisher unterversorgten Gebiete via LTE an das schnelle Internet angeschlossen sind, darf der Ausbau in den bereits mit DSL 1000 und höher erschlossenen Ballungsräumen vorangetrieben werden. Da die Quoten pro Bundesland festgelegt wurden, wird es in Flächenländern wie Bayern oder Baden-Württemberg länger dauern, bis Großstädte erschlossen werden. Vodafone bietet LTE bereits in Berlin an, die Deutsche Telekom in Köln und Frankfurt. Seit Ende Juni 2011 steht das LTE-Angebot der Deutschen Telekom auch in Regionen zur Verfügung, wo immerhin DSL light mit 384 oder 768 Kbit/s möglich war. Ob LTE in Ihrer Gemeinde bereits verfügbar ist, erfahren Sie über die Internetseiten der Anbieter, zum Beispiel der Info-Seite zu LTE der Deutschen Telekom.
Über das LTE-Netz lassen sich hohe Download-Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und Upload-Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s realisieren – ein Vielfaches der DSL-Geschwindigkeit. Dies sind allerdings theoretische Werte, die in der Praxis noch kaum zu erreichen sind. Die tatsächliche Geschwindigkeit von LTE hängt wie beim UMTS-Mobilfunknetz von der Zahl der eingewählten Nutzer ab. Das heißt: Je mehr Surfer eine LTE Zelle versorgen muss, desto stärker sinkt die Datenrate für jeden einzelnen. Deshalb ist in den Tarifen von einer Maximal-Geschwindigkeit die Rede. Mit fortschreitendem Netzausbau von LTE werden die realistisch erreichbaren Geschwindigkeiten steigen. So bot die Deutsche Telekom anfangs eine Download-Geschwindigkeit von 3 Mbit/s, mittlerweile von 7 Mbit/s an.
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Nein, die Mobilfunkanbieter müssen für das LTE-Netz keine neuen Sendeanlagen bauen. Die vorhandenen Antennenstandorte können günstig mit entsprechender Technik erweitert werden. Aufgrund des geringen Aufwands läuft der Netzausbau für LTE recht zügig.
Hausanschlüsse für LTE werden von mehreren Mobilfunkprovidern angeboten. Ein LTE-Anschluss ist im Vergleich zu einem DSL-Anschluss teurer, eine Datenflatrate kostet je nach Anbieter und Leistungsumfang 20 bis 50 Euro monatlich. Aber Achtung: Wie bei den Mobilfunkflatrates beinhalten die Tarife in der Regel eine Bandbreitendrosselung, um zu verhindern, dass Extrem-Sauger das Netz überlasten. Bei der Deutschen Telekom liegt diese Grenze bei 10 GB. Für die meisten Anwendungsfälle ist dies ausreichend. Wer diese Grenze überschreitet, surft für den Rest des Monats nur noch mit 384 Kbit/s. Im Folgemonat steht dann wieder die volle Bandbreite zur Verfügung. Wer nicht genau weiß, ob er damit auskommt, kann seinen monatlichen Datenbedarf mit einer Software wie dem Netzmanager auswerten lassen.
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Nutzer von LTE benötigen lediglich einen geeigneten Router, den in der Regel der Internet-Dienstleister stellt. LTE-Router sind auch separat im Handel erhältlich, allerdings noch in sehr kleiner Auswahl. Der LTE-Router stellt die Verbindung zum Internet über Antennen her, die die Signale vom nächsten LTE-Sendemast empfangen. Der Router sollte deshalb für guten Empfang in Fensternähe aufgestellt werden. LTE-Router bieten in der Regel auch Anschlüsse für eine externe Antenne, die zum Beispiel auf dem Dach platziert werden kann und so den Empfang optimiert. Da die Datenübertragung vom LTE-Router zum PC wie bei jedem anderen Router über WLAN oder gewöhnliche Netzwerkkabel erfolgt, muss in der Wohnung in der Regel nichts zusätzlich verkabelt werden.
Ob LTE auch fürs Telefonieren verwendet wird, hängt vom Dienstleister ab. Beim Angebot der Deutschen Telekom kommt LTE nur für den Internet-Datenverkehr zum Einsatz, telefoniert wird übers Festnetzkabel. Für denjenigen, der schon jetzt übers Festnetz telefoniert, ändert sich mit dem Umstieg also nichts.
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In seltenen Fällen kann es passieren, dass LTE den Fernsehempfang über das terrestrische Antennenfernsehen DVB-T stört. Daher sollte der LTE-Router weit genug vom DVB-T-Empfänger und einer externen DVB-T-Antenne entfernt stehen. Andere Störungen durch LTE sind bisher nicht bekannt.
LTE für Mobiltelefone steckt noch in den Kinderschuhen. Die Mobilfunkanbieter wollen ihre Netze binnen zwei Jahren für die mobile Nutzung von LTE ausbauen. Derzeit gibt es auch kaum Smartphones, die LTE unterstützen. Fast alle Hersteller haben aber entsprechende Modelle angekündigt.
Andreas Lerg/t-online.de
Nachdenker schrieb:
am 19. Februar 2012 um 15:42:48
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LTE
An Checker.Netzbetreiber bei mir ist die Telecom.Entfernung bis zum nächsten Knotenpunk,ca.500m.Ich wohne in Berlin.Hast aber Recht mit
Deiner Aussage,das es viel einfacher und kostengünstiger für den Netzbetreiber ist,den Leuten neues überzubügeln.Wenn ich richtig informiert bin,dann hat die Telekom das Monopol auf die Erdleitungen.Also Null Chanche auf diese Art über einen anderen Betreiber bessere Ergebnisse zu erziehlen.Hab da in den letzten Jahren so meine Erfahrungen gemacht.
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Checker schrieb:
am 19. Februar 2012 um 15:20:22
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LTE
Hallo Nachdenker. Was denkst du denn, warum du keine schnellere Anbindung
bekommst? Weil du zu weit vom nächsten DSL Knoten entfernt
bist. Technisch nicht möglich. Es rechnet sich nicht mehr diese Leitungen auszubauen. Zu teuer. Was boomt sind die Funklösungen. Die sind doch viel billiger und einfacher zur Verfügung zu stellen auf Kosten der Gesundheit. Von welchen Netzbetreibern redest du eigentlich? Es gibt nur zwei Betreiber die eigene Festnetze haben. Einmal die Telekom und einmal Vodafone.
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Nachdenker schrieb:
am 19. Februar 2012 um 15:05:59
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LTE
LTE ! Das ich nicht lache ! Ich bin Telecomnutzer,und hab eine 6000 er DSL Leitung.Seid Jahren versuche ich eine 16000 er zu
bekommen.Fehlanzeige! Auf Nachfragen,immer nur abschlägige Antworten bekommen.Wir werden hier in Deutschland von den Netzbetreibern nur verarscht! Warum geht das hier nicht so wie in Amerika?Da ist bei einen Tel.Anschluß das Internet gleich mit enthalten.Ohne Beschränkungen.Da wird auch nicht nach 23,59h getrennt.Standleitung ebend.Monopolabzocke hier in Deutschland.
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