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CeBIT 2011: Neues Konzept soll mehr Besucher anlocken. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Mit neuen Impulsen versuchen die Veranstalter der CeBIT ihrer Technikmesse frischen Schwung zu verleihen. So soll es ab 2011 noch deutlichere Trennungen zwischen privaten Besuchern und Fachpublikum geben. Doch können CeBIT life und CeBIT pro den Schrumpfkurs der noch größten Technikmesse der Welt stoppen?
Die kriselnde CeBIT sucht den Befreiungsschlag und will sich ab dem kommenden Jahr übersichtlicher präsentieren. Kern der neu gegliederten Computermesse ab 2011 sind vier Säulen: So sollen eine CeBIT pro professionelle Anwender und eine CeBIT gov Anwender aus Behörden und öffentlichen Einrichtungen anlocken. Auf einer CeBIT lab präsentieren sich Universitäten und Forschungseinrichtungen, während die CeBIT life zudem private Besucher auf das Messegelände in Hannover bringen soll. "Wir greifen an", sagte Messe-Vorstand Ernst Raue am Samstag zum Abschluss der diesjährigen CeBIT.
Das neue Konzept soll die CeBIT 2011 nach Jahren mit schwindenden Aussteller- und Besucherzahlen wieder mehr Publikum anziehen. Über vier Plattformen für Anwendergruppen werde man der CeBIT eine klarere Struktur geben, kündigte Messe-Vorstand Raue an. "Wir werden mit einem ausgebauten Konzept 2011 wachsen", versprach er. Denn für die nun gefundene "kombinierte Lösung" - sowohl Fachbesucher als auch Privatkonsumenten - sei die CeBIT die einzige Plattform.
Seit Jahren bereits basteln Messe und Aussteller an einem grundlegenden Umbau der CeBIT. Die Kernfrage: Welche Rolle sollen die Privatverbraucher spielen? Die CeBIT solle künftig überwiegend eine "Profimesse" mit Fachbesuchern sein, drängte eine Seite der Aussteller. Die andere Seite dagegen betonte, die Hightech-Branche wachse zunehmend zusammen, die verschiedenen Welten vernetzten sich immer mehr, dazu gehörten auch die Privatkonsumenten. Diese Sichtweise setzte sich dann schließlich durch, wie Brancheninsider berichteten.
Spannend dürfte es vor allem sein, wie sich die neue Sparte CeBIT life darstellt und wie sie vom Publikum angenommen wird. Mit einer CeBIT Home, einer verbraucherorientierten Multimedia-Messe, hatte die Deutsche Messe AG Ende der 90er Jahre Schiffbruch erlitten - das Besucherinteresse war schwach. Für eine Trendwende bei der CeBIT im nächsten Jahr wäre es höchste Zeit. Denn in den vergangenen Jahren hat die IT-Messe kontinuierlich an Boden verloren, Aussteller- und Besucherzahlen gingen drastisch zurück. Vor allem Mobilfunk-Unternehmen und Konzerne aus der Unterhaltungselektronik fühlten sich auf der CeBIT nicht mehr richtig aufgehoben und setzten auf andere Messen setzten.
August-Wilhelm Scheer, Präsident des IT-BranchenverbandesBitkom begrüßte ausdrücklich die geplante Neuaufteilung der CeBIT. Es sei richtig, künftig wieder verstärkt Verbraucher anzusprechen. "Die Branche macht ein Drittel des Umsatzes mit Privatkunden", betonte er. Im modernen Internet seien viele Nutzer gleichzeitig Anwender und Produzenten.
Zum Abschluss der weltgrößten Computermesse CeBIT haben die Veranstalter eine insgesamt positive Bilanz gezogen. Am Sonntag teilte die Messe AG mit, dass an den fünf CeBIT-Tagen 334.000 Besucher gezählt worden seien. 2009 waren noch rund 400.000 Besucher gekommen, allerdings wurde die Messe 2010 auch um einen Tag verkürzt. Im Fünftagesvergleich habe es zum Vorjahr einen Anstieg der Besucherzahl um 3,7 Prozent gegeben, hieß es. Die Zahl der Aussteller lag mit 4.157 auf dem tiefsten Stand in 20 Jahren. Auf der CeBIT 2010 seien dennoch "Investitionen im Volumen von mehr als zehn Milliarden Euro angeschoben" worden, so die Messe AG.
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