Obwohl die Plasma-Technologie noch nicht vom Markt verschwunden ist, stehen die Nachfolger für die hochauflösenden Flachbild-Fernseher bereits in den Startlöchern: Laser-TV und OLED-Techniken werden in einigen Jahren die Wohnzimmer erobern. Zwar kündigte Mitsubishi noch im Januar 2008 an, schon im Herbst Laser-TV-Fernseher unter dem Namen "Laservu" auszuliefern. Die besten Aussichten auf Markterfolg wird derzeit dennoch der OLED-Technologie zugesprochen.
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Video zu Laser-TV
OLEDs sind organische LEDs und versprechen ein tiefes Schwarz, scharfe Bewegungsdarstellungen und sind gleichzeitig sehr dünn und energiesparsam. Ein aktueller Fernseh-Prototyp aus dem Hause Sony ist rekordverdächtige 0,3 Millimeter dünn. Jedoch rechnen Experten mit einer Markteinführung von großformatigen OLED-Fernsehern in frühestens sechs Jahren, wobei LG Electronics schon ab 2011 serienreife Geräte mit 32 Zoll Bildschirmdiagonale verspricht. Momentan wird die Serienproduktion noch durch die hohen Herstellungs-Preise der OLEDs gebremst. Der erste OLED-Fernseher, der , wird derzeit nur in den USA und Japan verkauft und kostet 2500 Dollar – bei gerade einmal 11 Zoll (28 cm) Bilddiagonale.
Der Mythos des Laser-Fernsehers geistert nun schon seit geraumer Zeit durch die Fachpresse, die Hersteller jedoch halten ihre Prototypen noch unter Verschluss. Doch was an technischen Details umherschwirrt, klingt nach einer TV-Revolution: Laser-Fernseher besitzen demnach eine sehr hohe Farbtiefe, sind energiesparsam, sehr flach, leicht und sollen nur halb so teuer werden wie ein Plasma-Fernseher. Das Bild wird durch eine Rückprojektion erzeugt – selbst 3D-Darstellungen sind möglich.
Und somit dürften Laser-Fernseher zukunftstauglich sein, denn bald wird das Fernsehbild dreidimensional, und der Betrachter benötigt keine zusätzlichen Brillen mehr. Einen ersten Prototypen stellte Philips bereits Ende Mai vor, Konkurrent Samsung arbeitet ebenfalls an dieser TV-Technologie. Beide Unternehmen räumen 3D-Fernsehern hohe Erfolgschancen ein. "Wir sehen die Entwicklung des Marktes von Schwarz-Weiß zu Farbe, zu High Definition zu 3D", erklärte Philips-Manager Björn Teuwsen. Doch Markteinführung und mögliche Preise sind noch nicht bekannt. Derzeit ist die Fernseh-Zukunft nach LCD und Plasma noch ziemlich unscharf.
Nach dem Erscheinen dieses Artikels erreichte die Redaktion eine Stellungnahme der Firma Panasonic, die wir in Auszügen veröffentlichen:
"Der Plasma-Markt wächst, auch wenn weltweit der Anteil der Plasma-Fernseher weiter abnimmt. Das liegt daran, dass Plasma-Panels erst ab einer Bildschirmdiagonale von 37 Zoll (entspricht 94 cm) im Handel erhältlich sind. Denn erst ab dieser Größe kommt die Qualität der Technologie zum Tragen."
Zum Preisunterschied zwischen LCD und Plasma-TV: "Vergleicht man die Preise in der relevanten Bildschirmgröße miteinander, ist laut GFK festzustellen, dass Plasma-TVs günstiger sind als ihre LCD-Pendants. So kostet ein 37 Zoll Plasma-Fernseher im Durchschnitt 926 Euro und damit rund 150 Euro weniger als LCD-Modelle in gleicher Bildschirmgröße."
Zum Ausstieg einiger Hersteller aus der Plasma-Produktion: "Aus Kostengründen produzieren Hersteller wie Pioneer künftig Plasma-Panels nicht mehr selbst, sondern beziehen die Displays vom Plasma-Marktführer Panasonic. Darüber hinaus forcieren aber Unternehmen wie Panasonic, Samsung, LG und Hitachi auch weiterhin die Plasma-Entwicklung".