Windows-Nutzer in akuter Gefahr
09.04.2008, 11:12 Uhr
Microsoft stopft heikle Sicherheitslecks im Internet Explorer (Grafik: T-Online)Update-Alarm für Windows-Nutzer: Eine der am vergangenen Patchday veröffentlichten Lücken wird bereits von Online-Kriminellen ausgenutzt. Über eine Lücke in der Grafikverarbeitung von Windows lässt sich über manipulierte Bilddateien Schadcode in den Rechner einschleusen. Hacker können so an private Daten gelangen oder die Kontrolle über den Computer übernehmen. Anwender sollten deshalb umgehend die neuen System-Updates von Microsoft herunterladen und installieren.
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Die gefährliche Lücke betrifft eine Kernkomponente von Windows. Das so genannte Graphics Device Interface oder GDI ist für die Verarbeitung von Bildinformationen zuständig und steckt in allen Windows-Versionen. Über diese Schwachstelle könnten Hacker die Kontrolle über ihren Rechner übernehmen – ganz einfach über manipulierte Bilder, die in jeder Webseite stecken können. Betroffen sind alle Windows-Nutzer, ein Update ist zwingend erforderlich.
Kritische Lücke im Internet Explorer
Doch auch der Internet Explorer ist von einer schwerwiegenden Schwachstelle betroffen. Das aktuelle Updatepaket schließt diese als besonders kritisch eingestufte Sicherheitslücke, über die sich ungehindert Viren und fiese Trojaner ins System einschleichen können. Betroffen sind alle Versionen des Browsers seit dem Internet Explorer 5. Wer hier das Update versäumt, öffnet seinen Rechner dem Angriff von Hackern und anderen Online-Kriminellen.
Angriffsziel ActiveX
Die übrigen Updates stopfen weitere Lücken in Microsofts Multimedia-Schnittstelle ActiveX sowie in der Scriptverarbeitung für die Sprachen VBScript und JScript. Die Lücke in ActiveX betrifft alle Windows-Versionen, während von der Schwachstelle in den Scriptsprachen Vista-Anwender verschont bleiben. Beide Sprachen werden vor allem in Internet-Anwendungen eingesetzt, manipulierter Code könnte auch hier Hackern Zugang zum System verschaffen. Beide Schwachstellen stuft Microsoft ebenfalls als kritisch ein und empfiehlt ein sofortiges Update.
Weitere Schwachstellen in Microsoft-Anwendungen
Drei weitere, als "wichtig" und damit etwas weniger dringlich eingestufte Lücken finden sich in einer Netzwerkkomponente von Windows sowie in den Microsoft-Programmen Visio und Project. Während die erstere von allen Nutzern von Windows XP und Vista installiert werden sollten, sind die anderen beiden nur für Nutzer der entsprechenden Programme von Bedeutung. Diese sollten die Updates jedoch umgehend installieren.
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Hacker reagieren blitzschnell
Schützen Sie Ihren Rechner rechtzeitig, indem Sie Windows aktualisieren. Noch sind keine Schädlinge gemeldet, die die neuen Lücken ausnutzen. Erfahrungsgemäß reagieren Hacker jedoch binnen Stunden mit der massenhaften Aussendung speziell angepasster Schadprogramme. Bis zum nächsten Rechner-Neustart könnte sich die Gefahrenlage drastisch verschlimmert haben. Besitzer von ungeschützten Computern laufen Gefahr, dass sich Hacker einschleichen, Daten löschen und Spionage-Programme installieren.
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